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Papiermühle Alte Dombach

Rheinisches Industriemuseum
Papiermühle Alte Dombach
Kürtener Straße
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202/93668-23 und 93668-0
Fax 02202/93668-21
rim-service@lvr.de
www.rim.lvr.de

Papier – genug Stoff für einen tollen Ganztags-Ausflug

Das Museum in und um die Papiermühle Alte Dombach / Bergisch Gladbach
Romantisch ist’s hier mit der klappernden Mühle am Grund eines grünen Tals und dem idyllischen Fachwerkgebäude. Wie hier die Papierhersteller von Bergisch Gladbach vor 400 Jahren lebten und arbeiteten, das und noch viel mehr erfährt man in der Papiermühle Alte Dombach Malerische Fachwerkhäuser in grüner Tallandschaft machen den Reiz der Strunde nordöstlich von Bergisch Gladbach aus. Was uns heute so romantisch erscheint, war im 17. Jahrhundert für die Arbeiter in den Papiermühlen im Tal der Strunde der Garant fürs täglich Brot. Vier Jahrhunderte lang hatte die Papierherstellung hier ihr festes Standbein.

Papier – unser täglicher Begleiter
Eine der zahlreichen Papiermühlen entlang der Strunde, die Alte Dombach, beherbergt heute ein Papiermuseum. Das Mühlrad, 1614 das erste Mal in Schwung gebracht, wurde restauriert und pflügt seit der Eröffnung des Museums 1991 wieder durch den Bach. Das Museum bietet jede Menge Wissenswertes zum Thema Papier. Von A wie Adventskalender bis Z wie Zeitung erfährt und durchläuft man, wo Papier überall zum Einsatz kommt, wie der Papierverbrauch im Lauf der Zeit (dramatisch) anstieg und auch welche Probleme die Entsorgung mit sich bringt. Selbst die „sprechenden Toiletten“ verlocken hier zum längeren Verweilen – es gibt mehr zu sagen zum Thema Hygienepapier, als so mancher vermuten würde.

Harte Zeiten
Im zweiten Stockwerk kann man das Handwerk des Papierherstellers hautnah verfolgen. Zweieinhalb Jahrhunderte, bis etwa 1780, wurde Papier nur aus Textilien aus Pflanzenfasern hergestellt. Das Reinigen und Vorbereiten der gesammelten Lumpen, der Hadern, war Frauen- und Kindersache – eine aufgrund des anfallenden Staubs und Drecks oft gesundheitsschädigende Angelegenheit. In den Faulkellern ließ man die Lumpen zunächst einige Monate liegen, die Fäulnisprozesse lösten Schmutz und Farbstoffe und machten die Fasern mürbe. Jetzt kamen die Maschinen zum Einsatz, die es heute in und um das Museum zu sehen gibt. Angetrieben durch Wasserkraft wurde im Stampfwerk der Faserbrei für die Papierherstellung aufbereitet. Das anschließende Schöpfen, Sieben und Gautschen geschah in Handarbeit. Zeit-und platzintensiv war das darauf folgende Trocknungsverfahren. Die Mechanisierung der Papierherstellung setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Richtig staunen kann der Museumsbesucher dann noch einmal, wenn er vor der „PM 4“ steht, einer 40 Meter langen und knapp 5 Meter hohen Papiermaschine aus dem Jahr 1889. Bis 1991 produzierte sie täglich bis zu 11 Tonnen Papier.

Infos Papiermühle Alte Dombach
Öffnungszeiten / Eintritt: Di bis So 10–17 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familien 6 Euro

Anfahrt: Mit dem Auto: A 4 Richtung Olpe/Gummersbach bis zur Ausfahrt Refrath, dort Richtung Bergisch Gladbach Zentrum oder Gesamtverkehr. Das Museum ist dann ausgeschildert (Richtung Ortsteil Herrenstrunden). ÖPNV: Mit der S11 ab Hauptbahnhof zum S-Bahnhof Bergisch Gladbach. Dort mit der Buslinie 426 bis Haltestelle „Alte Dombach" oder Fußweg (ca. 25 Min.).

Draußen: Genug Zeit einplanen, um auch das Außengelände zu besichtigen oder eine kleine Wanderung durch das Tal der Strunde zu unternehmen.

Selber machen!
Natürlich erfährt man im Museum auch, wie eine moderne Papierfabrik arbeitet. Und wer möchte, kann sich selbst papierschöpferisch betätigen. Nicht zu vernachlässigen ist übrigens auch die Außenanlage. Neben allerlei historischem Gerät und dem rekonstruierten Mühlgraben gibt es einen Pflanzenpfad, auf dem man an den verschiedenen Rohstofflieferanten zur Papierherstellung – Fichte, Buche, Eukalyptus – vorbeiwandert.

Apropos Wandern, das kann man ausgehend von der Alten Dombach im ganzen Tal der Strunde sehr schön. Stärken lässt es sich zuvor noch im Museumscafé.

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