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Das Brühler Schloss und die dazugehörigen Parkanlagen

Prunkvolle Meisterwerke

Verwaltung Schloss Brühl
Schlossstr. 6
50321 Brühl
Tel. 02232/44000
Fax 02232/0443127

info@schlossbruehl.de
www.schlossbruehl.de

Schloss Augustusburg in Brühl mit Schlosspark und Schloss Falkenlust

Wer hier wandelt fühlt sich schnell zurückversetzt in längst vergangene glanzvolle Zeiten. Die Besichtigung der beiden Brühler Schlösser ist immer wieder ein Erlebnis. Und auch die barocken Gartenanlagen laden ein zum genüsslichen Schlendern und Träumen.

15 Kilometer südlich von Köln liegt das Städtchen Brühl. Größter Stolz der Gemeinde ist das Schloss Augustusburg, das ab 1949 viele Jahrzehnte lang als Repräsentationsschloss des Bundespräsidenten und der Bundesregierung genutzt wurde. Die Brühler verdanken das Schloss den Kölnern, die in der Schlacht von Worringen 1288 ihren eigenen Erzbischof aus der Stadt warfen. Dieser und seine Nachfolger benötigten eine neue Bleibe, und es wurde unter Siegfried von Westerburg mit dem Bau einer Burg begonnen, die im Jahre 1689 jedoch vor herannahenden Feinden gesprengt wurde.

Stimmungsvolle Atmosphäre am Abend

Namhafte Künstler

Erst der Kölner Erzbischof und Kurfürst Clemens August von Wittelsbach machte sich an den Wiederaufbau und legte im Jahre 1725 den Grundstein für den Neubau des Schlosses. Die Pläne stammten von dem bekannten Architekten Johann Conrad Schlaun, der eine Wasserburg auf den Ruinen der mittelalterlichen Festung geplant hatte. Ab 1728 erhielt die Augustusburg jedoch unter dem bayerischen Hofbaumeister François de Cuvilliés ihre Ausgestaltung und wurde als ein Meisterwerk des Rokoko zu einem der bedeutendsten Schöpfungen dieser Stilrichtung in Deutschland. Bis zu seiner Vollendung waren hier so namhafte Künstler am Werk wie Balthasar Neumann, der den Entwurf für das berühmte Prunktreppenhaus anfertigte. Als Clemens August 1761 starb, waren die Arbeiten an seinem Schloss fast beendet. 1768 konnte sein Nachfolger Max Friedrich von Königsegg-Rothenfels die fertige Anlage bewundern – bis die Franzosen kamen und das Schloss verfiel. 1815 beerbten die Preußen Napoleon, doch erst 1842 unter Friedrich Wilhelm IV begann man mit den Restaurierungsarbeiten.

Schloss Augustusburg blieb auch nach dem Untergang der Hohenzollern im preußischen Besitz. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es schwer beschädigt. Das Land Nordrhein-Westfalen, seit 1946 Eigner des Anwesens, sorgte für die Restaurierung, die erst 1989 vollständig abgeschlossen wurde.

Erholsame Spaziergänge

Die barocke Gartenanlage, die von Dominique Girard nach französischem Vorbild ab 1728 geschaffen wurde, ist auf Grund sachgemäßer Restaurierung und Pflege heute eine der authentischsten Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa. Abseits des barocken Gartens gestaltete Peter Joseph Lenné ab 1840 Waldbereiche nach dem Muster eines englischen Landschaftsgartens – ein Bereich, der heute zu erholsamen Spaziergängen einlädt. Durch den Park auf ausgeschilderten Fußwegen gut zu erreichen ist auch das Jagdschloss Falkenlust, das von François de Cuvilliés für eine der Lieblingsbeschäftigungen seines Patrons entworfen wurde. Clemens August wählte Brühl nicht zuletzt deswegen als Residenz, weil sich die Umgebung damals hervorragend zur Falkenjagd eignete. Das kleine Schloss wurde von 1729 bis 1737 erbaut.

Im Jahre 1984 wurde Schloss Augustusburg zusammen mit Schloss Falkenlust und den Brühler Gärten von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.Heute stehen Schlösser und Gärten als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Innenräume des Schlosses Augustusburg sind nur im Rahmen einer Führung, die jedoch im Eintrittspreis enthalten ist, zu besichtigen.

Außen wie innen ist die Architektur der Brühler Schlösser prunkvoll

Infos

Anfahrt:
Mit der Bahn: bis zum Bahnhof Brühl, Fußweg ca. 300 m.
Von Köln oder Bonn aus mit der Stadtbahnlinie 18 bis Brühl-Mitte, Fußweg ca. 600 m.

Mit dem Auto: über die Autobahn A 555 (Köln – Bonn) bis zur Abfahrt Godorf/Brühl oder über die Autobahn A 61 (Koblenz – Mönchengladbach) bis zum Kreuz Bliesheim, weiter über die A 553 bis zur Abfahrt BrühlOst/Wesseling.
Innerhalb von Brühl auf die Beschilderung „Augustusburg“ achten.

Öffnungszeiten:
Augustusburg und Falkenlust:
Di bis Fr 9–12 Uhr, 13.30–16 Uhr,
Sa, So und feiertags 10–17 Uhr,
Dezember und Januar geschlossen.
Garten- und Parkanlage:
7.30–17 Uhr, in den Sommermonaten bis 20 bzw. 21 Uhr.
Eintritt frei!

Eintritt:
Schloss Augustusburg:
Erw. 8 Euro, ermäßigt 7 Euro,
Schüler/Studenten 5 Euro,
Familienkarte 19 Euro.
Schloss Augustusburg (ohne Führung):
Erw. 7 Euro, ermäßigt 6 Euro,
Schüler/Studenten 4,50 Euro,
Familienkarte 17 Euro.

Schloss Falkenlust (kann ohne Führung besichtigt werden):
Erw. 6 Euro, ermäßigt 5 Euro,
Schüler/Studenten 4 Euro,
Familienkarte (2 Erw. plus schulpflichtige Kinder) 14 Euro.

Führungen:
Schloss Augustusburg: regelmäßige Führungen während der Öffnungszeiten.
Schloss Falkenlust: Führungen sind nur nach Voranmeldung möglich und extra zu bezahlen.

Zu festen Terminen finden spezielle Themenführungen in den Schlössern und den Gärten statt.

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