Ebertplatz und Eigelsteintor in Köln

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Das Eigelsteintor in der Nähe des Ebertplatzes

Ebertplatz und Eigelsteintor

50668 Köln
www.ebertplatz.de

www.eigelstein.de

Der „Deutsche Ring“, der im letzten Jahrhundert die mittelalterliche Stadtmauer ersetzte, stand auch bei der Benennung seiner einzelnen Teile ganz im Zeichen der damaligen Zeit. „Deutsche“ Herrschergeschlechter und -gestalten gaben sich die Ehre.

Um die Benennung des nördlichen Endes wurde immer gerungen, vor allem, seit es hierzulande keine gekrönten Häupter mehr gibt. Seit den Zeiten der Bundesrepublik heißt der Platz, Ebertplatz, benannt nach Friedrich Ebert, dem ersten deutschen Reichspräsidenten.

Die Ringe, Riehler und Neusser Straße sowie die Nord-Süd-Fahrt treffen am Ebertplatz aufeinander. In ihrer Mitte liegt ein den Fußgängern vorbehaltener Bereich. Früher war vor allem bei nächtlicher Beleuchtung der Brunnen „Wasserkinetische Plastik“ schön azuschauen, den Wolfgang Göddertz 1977 schuf. Leider wird er aber seit einiger Zeit nicht mehr betrieben.

Nur wenige Schritte vom Ebertplatz entfernt liegt das Eigelsteintor. Das Eigelsteintor begrenzt eine gerade, recht enge und sehr bunte Straße, die von hier aus weiter Richtung Innenstadt führt.

Der Eigelstein führt den römischen Cardo maximus (die Hauptachse einer römischen Stadtanlage) stadtauswärts fort. Das Doppelturmtor selbst wurde vor 1250 errichtet und gehörte zu den mächtigsten in der mittelalterlichen Stadtmauer.

Im Gewölbe rechts neben dem Durchgang des Eigelsteintors hängen die Reste eines Rettungsbootes. Diese traurigen Trümmer retteten einem Matrosen das Leben, als sein Schiff in den ersten Monaten des Ersten Weltkrieges versenkt wurde. Dieses Schiff war das Kriegsschiff "Cöln", das vom ehemaligen Kanzler Adenauer getauft wurde.

Rund um das Eigelsteintor lohnt sich nicht nur ein Besuch der quirligen Straßen mit ihren türkischen Imbissen, Restaurants, Geschäften etc. Auch ein Blick auf das eine oder andere reizvolle Haus aus der Gründerzeit ist zu empfehlen.

Wasserkinetische Plastik von Wolfgang Göddertz

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