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Eishockey-WM 2017: Die Vorfreude steigt

Eishockey ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem spektakuläre Tore fallen. (Bildquelle: Sergey Nivens – 462378079 / Shutterstock.com)
Match im Stadion

Die Domstadt Köln war in der Vergangenheit schon dreimal Gastgeber für die Eishockey-WM gewesen und dies wird sich in diesem Jahr zum vierten Mal wiederholen. Nach 1955, 2001 und 2010 könnte das Jahr 2017 für das deutsche Eishockey-Team zu einem ganz besonderen werden, denn vor heimischer Kulisse ist die Motivation bekanntlich am größten. Ab dem Mai werden die Spiele zusammen mit der französischen Hauptstadt Paris ausgetragen.

Stadt Köln freut sich auf die WM und rechnet mit einem finanziellen Erfolg

Bierhersteller füllen ihre Bestände auf, Nationalflaggen werden genäht, Hotels bereiten sich auf geschätzte 120.000 ausländische Eishockey-Fans vor und Buchmacher berechnen Quoten für die Zuschaueridole. Bald ist es wieder soweit, die Eishockey-WM 2017 steht unmittelbar vor der Tür! In Köln ist der Mittelpunkt des gesamten Treibens natürlich die bekannte Lanxess Arena, wo sowohl beide Halbfinals, als auch das Finale stattfinden werden. Doch auch das mit Spannung erwartete Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft gegen die USA werden die Fans hier live mitverfolgen können. Trainiert wird die Mannschaft zur Zeit von Marco Sturm. Er will natürlich sein Team im Vorfeld optimal einstellen und auch auf die schwierigen Gruppengegner Russland und Schweden vorbereiten. Außerdem befinden sich in der deutschen Gruppe noch die folgenden Teams:

•    Lettland
•    Italien
•    Dänemark
•    Slowakei

Aller Voraussicht nach wird das gesamte Event auch für die Stadt Köln ein finanzieller Erfolg werden. Nach derzeitigen Schätzungen geht man davon aus, dass knapp 600.000 Besucher anlässlich der WM nach Köln kommen werden. 70 Prozent von ihnen werden wahrscheinlich Deutsche sein. Auf monetärer Ebene sollen die WM-Besucher insgesamt in der Domstadt ein stolzes Sümmchen von 65 Millionen Euro ausgeben.

ponsoren spielen auch im Eishockey eine sehr wichtige Rolle für die Vereine. (Bildquelle: Peter Kirillov – 53598787 / Shutterstock.com)
Gewinn des Bullys

Kölner Haie erhoffen sich Aufmerksamkeit und Interesse von Sponsoren

Doch nicht nur die Stadt Köln möchte von dem Mega-Event profitieren, sondern auch der lokal ansässige Verein, die Kölner Haie. Insbesondere zielt die Hoffnung der Verantwortlichen des Clubs darauf ab, Sponsoren auf den Verein aufmerksam zu machen und obendrein neue Fans zu gewinnen. Geschäftsführer der Kölner Haie ist Peter Schönberger, und er wünscht sich für das bevorstehende Event, „dass sich Köln als Eishockeystadt präsentieren kann, und der Sport mehr im Fokus steht als sonst.“ Hierbei dürfte es sich um kein allzu ambitioniertes Ziel handeln, obwohl bei den Deutschen nach wie vor der Fußball immer noch auf Platz 1 der beliebtesten Sportarten steht. Die bereits erwähnte Lanxess Arena bietet pro Spiel ein Platzangebot von 18.650 Plätzen. Die Kölner Haie selbst können auf eine Vielzahl sportlicher Erfolge aus der Vergangenheit zurückblicken:

1.    Deutscher Meister in den Jahren 1977, 1979, 1984, 1986, 1987, 1988, 1995, 2002
2.    Deutscher Pokalsieger 2004
3.    Sprengler-Cup-Gewinner 1999
4.    Tatra-Cup-Gewinner 2011

Der Club wurde bereits anno 1972 als Kölner EC gegründet und heißt seit dem Jahr 1994 offiziell Kölner Haie. Die Vereinsfarben des achtfachen deutschen Meisters sind traditionsgemäß Rot und Weiß.

Kanada ist die Eishockey-Nation schlechthin und will den WM-Titel in Deutschland holen. (Bildquelle: Grushin – 270551810 / Shutterstock.com)
Gewinn des Titels

Kanada und Russland zählen zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel

In Bezug auf die Chancen auf den Titel lässt sich für das deutsche Team konstatieren, dass es nicht zu den Top-Favoriten gehört. Zu diesen zählen hingegen die beiden Eishockey-Nationen schlechthin, nämlich Kanada und Russland, die bereits im letzten Jahr immer wieder ihre Stärke demonstriert haben. Beide Teams verfügen nicht nur über diverse Stars, sondern weisen auch einen stark besetzten Kader auf. Doch abschreiben sollte man die deutsche Mannschaft keineswegs, denn sie spielte im vergangenen Jahr bei der WM durchaus attraktives Eishockey und konnte letztlich den siebten Rang für sich verbuchen. Hilfreich wird es hingegen sein, sich daran zu erinnern, wie die letzte Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum im Jahr 2010 verlaufen ist. Hier träumten nämlich schon alle von dem Einzug ins Finale, doch leider war im Halbfinale gegen Russland Endstation. Der Kader der deutschen Mannschaft ist nichtsdestotrotz bis dato gut bestückt und könnte sogar noch um folgende Top-Talente erweitert werden:

 

Spieler     NHL-Club
Leon Draitsaitl  Edmonton Oilers
Tom Kühnackl Pittsburgh Penguins
Tobias Rieder Arizona Coyotes
Korbinian HolzerAnaheim Ducks
Dennis Seidenberg              New York Islanders


Darüber hinaus wäre es auch denkbar, dass die beiden Torhüter Philipp Grubauer und Thomas Greiss zum Team hinzustoßen können, allerdings wird sich dies auch in Bezug auf die übrigen Spieler danach richten, wie die jeweiligen Teams in der NHL abschneiden.

 

 

Der bestbezahlte Eishockeyspieler in der NHL 2013/2014 hieß Shea Weber. Infografikquelle: koeln-magazin.info
Die besten Spieler

Eishockey ist in Deutschland eine überaus beliebte Mannschaftssportart

Doch egal wie die deutsche Mannschaft bei den Weltmeisterschaften abschneiden wird, Eishockey ist in Deutschland so oder so eine der beliebtesten Mannschaftssportarten. Deutschland hat bereits im Jahr 1910 erstmalig an der EM teilgenommen und 1930 seine erste WM absolviert. Das Team konnte bei Europameisterschaften bereits zweimal die goldene Medaille gewinnen, viermal die silberne und siebenmal die bronzene. Bei den Weltmeisterschaften schaut die Bilanz wie folgt aus:

•    Zweimal Silber-Medaille
•    Zweimal Bronze-Medaille

Für die Zuschauer hingegen handelt es sich um ein wahnsinnig attraktives Spiel, das mit viel Körperbetonung und Action daherkommt. Spektakuläre Tore stehen hier auf der Tagesordnung, zumal die Pucks mit Geschwindigkeiten geschlagen werden, die ein Verfolgen der Flugbahn nur schwerlich möglich machen. Richtig spannend wird es natürlich immer dann, wenn während des Spiels kein Gewinner ermittelt werden konnte und es anschließend ins Penalty-Schießen geht. Hierbei heißt es dann 1 gegen 1, und Nerven zeigen ist fehl am Platze. Bleibt zu hoffen, dass derartige Dramen der deutschen Mannschaft in zwei Monaten erspart bleiben und das Team gut ins Turnier starten kann.


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