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08.02.17

Das Auf und Ab einer Genossen-Bank: Neues Buch über 150 Jahre Kölner Bank

Gelebte Wirtschaftsgeschichte von 1867–2017 mit Kölner Bank, Köln und das Genossenschaftswesen allgemein

Buchpräsentation in der Kölner Bank

Die Kölner Bank wird 150 Jahre alt und der Kölner Greven Verlag hat sich angestrengt. Herausgekommen ist ein dickes Buch mit mehr als 300 großformatigen Seiten. Und dem Autor und studierten Historiker Peter Sprong, unterstützt von den Fotografen Reinhard Matz und Wolfgang Vollmer, ist ein eindrucksvolles Werk gelungen. Er hat unterschiedlichste Archivmaterialien innerhalb und außerhalb der Bank zusammengetragen. Das Ziel: die Entwicklung der Bank im Kontext der Stadtgeschichte sichtbar und erlebbar zu machen.

Banken-Krise: Nein danke. Laut Aussage von Kölner Bank-Vorstand Bruno Hollweger hat die Kölner Bank in der Bankenkrise 2008 / 2009 kein Geld verloren. Ein Grund sei auch die genossenschaftliche Struktur. Diese Strukturen beleuchtet das Buch auch, zeigt die wichtigsten Meilensteine des Genossenschaftswesens und die damit verbundenen Möglichkeiten einer nachhaltigen Form des Bankwesens auf. Bankwesen mal anders – das geht.

So ist ein ebenso abwechslungsreiches wie informatives Bilder- und Lesebuch entstanden, das nicht nur für Freunde und Kunden der Kölner Bank aufschlussreich ist. Es wendet sich vielmehr auch an Leserinnen und Leser, die sich für Fragen der Alltags- und Wirtschaftsgeschichte in Köln und darüber hinaus interessieren.

Freuen sich über das neue Buch: Peter Sprong (Autor), Helmut Heinen (Verleger Kölnische Rundschau),
Bruno Hollweger (Vorstand Kölner Bank) und Damian van Melis (Verleger Greven Verlag)


Präsentiert wurde das Buch in der Hauptgeschäftsstelle der Kölner Bank von Helmut Heinen. Der Herausgeber der Kölnischen Rundschau und ehemalige Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger hat in den Jahren 1994 bis 2004 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Bank geführt. Eigentlich eine gefährliche Doppelrolle und eigenartige Verquickung von Wirtschaft und Presse für Heinen. Aber man sagt ihm nach, dass der Job von ihm gut ausgefüllt wurde. Und so ist der Kölner Verleger auf der anderen Seite eine gutes Beispiel dafür wie genossenschaftliche Strukturen in der Wirtschaft und auch im Bankenwesen funktionieren können.

Helmut Heinen hatte das Buch noch nicht komplett gelesen. Das sei auch nicht nötig, weil jede der 150 Geschichten auch einzeln gelesen werden kann. Sein Statement: „Mit einer höchst abwechslungsreichen Sammlung von 150 Fundstücken aus 150 Jahren veranschaulicht die Kölner Bank gleichermaßen ihre eigene Geschichte, die Geschichte und die Zeitgeschichte unserer Stadt sowie die Kraft und die Verlässlichkeit der genossenschaftlichen Idee und des genossenschaftlichen Verbunds." Heinen reflektiert: „Ist das schon wieder so lange her? Die Kölner Bank zeigt an Beispielen aus den vergangenen Jahrzehnten, wie rasant sich ihre Arbeitsweise und ihr Auftritt weiterentwickelt haben."

Bruno Hollweger, Vorstand der Kölner Bank, legt darauf wert: „Nicht einzelne Personen stehen im Mittelpunkt des Buchs, sondern die einzelnen Jahre. Aus jedem Jahr haben wir ein Fundstück herausgegriffen. So ist eine vielfältige Sammlung von kurzweiligen und teilweise bewegenden Geschichten entstanden. Eine spannende Zeitreise durch 150 Jahre."

Der Autor:
Peter Sprong (geb. 1966) ist Historiker, freiberuflicher Redenschreiber und Coach. Mit seiner Kölner Agentur unterstützt er Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur bei ihrer Unternehmenskommunikation. Im Greven Verlag Köln veröffentlichte er gemeinsam mit Franz Meurer und Jochen Ott "Rheinischer Kapitalismus. Eine Streitschrift für mehr Gerechtigkeit".


Meinung von Ertay Hayit, Chefredakteur Köln-Magazin.info, zum Buch:
Ein toll gestaltetes Buch. Respekt für diese Leistung dem Verleger des Greven Verlages, Damian van Melis. Aber auch ein inhaltlich durchdachter Titel. Es geht hier nicht um plumpe und peinliche Anbiederung eines Kölner Verlages an eine Kölner Bank. Sondern um gelebte Wirtschaftsgeschichte.

Mir persönlich gefällt auch sehr gut, dass die dunkle Seite unserer Geschichte nicht ausgeblendet wird. Die Kölner Bank war zu Zeiten des Nationalsozialismus nicht besser als alle anderen. Juden wurde der Kredit gekündigt. Sie wurden als Genossen von der Bank ausgeschlossen. Auch der Übergang in der Führungsstruktur der Bank nach 1945 lässt sich nicht zweifelsfrei als Nazi-frei belegen. Autor, Verlag und Bank haben nichts schön geredet. Das mag ich. Denn nur wenn offen mit den Verbrechen der Nazi-Zeit umgegangen wird, schafft man eine Atmosphäre, auf der eine friedlichere Welt entstehen kann. Und das scheint mir in diesen Zeiten, in denen unsere Gesellschaft auseinanderzubrechen droht, besonders wichtig. Ein empfehlenswertes Buch.


Peter Sprong
Fundstücke
150 Jahre Kölner Bank eG. 1867–2017

312 Seiten mit 153 farbigen Abbildungen
Gebunden mit Schutzumschlag, 21 × 27 cm
29,90 Euro
ISBN 978-3-7743-0645-5

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