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11.04.17

Mehr Platz für Fußballfans in Köln

Der 1. FC Köln treibt den Stadionausbau weiter voran

Rhein-Energie-Stadion in Köln (Foto: koeln-Magazin.info)

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Verantwortlichen beim 1. FC Köln schon seit geraumer Zeit mit dem Ausbau des Rhein-Energie-Stadions beschäftigen. Am liebsten würde der FC seine Heimspiele in Zukunft vor 75.000 Zuschauern austragen. Ob dies jedoch gelingt bzw. ermöglicht wird, hängt insbesondere von der Kölner Stadtverwaltung ab.

Mit einem Zuschauerschnitt von rund 49.000 pro Heimspiel hat der 1. FC Köln in der Saison 2015/16 den 8. Platz in der Fußball Bundesliga belegt. Geht es nach den Verantwortlichen, wird der FC in naher Zukunft zu den Top 3-Vereinen wie Schalke, Bayern und Dortmund aufschließen. Bereits Ende des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Kölner Führungsriege den Ausbau bzw. die Erweiterung des Rhein-Energie-Stadions fest im Visier hat. Medienberichten zufolge gehen die Überlegungen sogar so weit, dass der Bundesligist einen Neubau in Erwägung ziehen würde, sollte es seitens der Stadtverwaltung in Köln kein grünes Licht für den Ausbau geben.

Der 1. FC Köln hat zudem ein ganz klares Ziel, der Verein möchte in einem Stadion mit rund 75.000 Zuschauerplätzen spielen. Zur Zeit passen jedoch „nur“ knapp 50.000 Plätze ins Rhein-Energie-Stadion. Zudem hat der Effzeh den großen Wunsch, Herr im eigenen Haus zu sein, sprich das aktuelle Mietmodell zu beenden und Eigentümer des eigenen Stadions zu sein.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Kölner am 21. April 2017 in der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim. Mit Blick auf die Wettquoten geht der FC als Favorit in das Duell: Bei Guts.com, einem bei den Deutschen beliebten Online-Casino-Betreiber und Buchmacher, erhalten Peter Stöger und seine Mannschaft eine Quote von 2,80 für einen Sieg. Mit der Unterstützung von 75.000 Zuschauern würden die Kölner zukünftig ihre Heimstärke sicherlich nochmals ausbauen.

CDU und Grüne haben noch viele Fragen
Das größte Problem in der aktuellen Diskussion rund um einen möglichen Stadionausbau ist die Freigabe durch die Stadtverwaltung. Das schwarz-grüne Bündnis in Köln hat viele Fragezeichen bezüglich der Erweiterung des Rhein-Energie-Stadions. Hierzu zählen insbesondere Fragen wie: Was  würde etwa ein Ausbau hinsichtlich des Verkehrsaufkommens oder Landschafts- und Denkmalschutzes bedeuten? Und wie groß wäre die Zunahme von Lärm-Emissionen?

Der Kölner Stadtverwaltung fehlt eine Machbarkeitsstudie, die alle Fragen die mit dem Stadionausbau verbunden sind im Vorfeld prüft und entsprechende Antworten gibt. Ohne eine solche Studie wird es allerdings auch kein grünes Licht aus der Politik geben und solch eine Machbarkeitsstudie müsste von der Sportstätten GmbH, dem Eigentümer und Betreiber des Rhein-Energie-Stadions in Auftrag gegeben werden. Hierbei handelt es sich um eine städtische Tochtergesellschaft, was bedeutet, dass die Verantwortlichen im Rathaus auf die entsprechende Vergabe einer Machbarkeitsstudie direkten Einfluss nehmen könnten.

Der 1. FC Köln würde sich nur zu gerne an der Sportstätten GmbH beteiligen, diese gegebenenfalls sogar komplett übernehmen. Dies ist allem Anschein nach jedoch keine Option für die Stadt Köln, da man auch zukünftig Einfluss auf das Rhein-Energie-Stadion haben und zudem auch entsprechende Einnahmen generieren will.

Offen ist zurzeit auch die Frage, ob der Stadionausbau bei allen Kölnern auf Verständnis stößt. Bei den FC-Fans sicherlich, Anwohner und andere Bürger sollen dem Projekt jedoch alles andere als offen gegenüberstehen. Eine Erweiterung würde indes nicht geräuschlos über die Bühne laufen und mit Sicherheit viele Bürger auf den Plan rufen, die hiergegen protestieren.

Sollte die geplante Stadionerweiterung platzen, haben die Verantwortlichen beim FC bereits einen Plan B. Dann würde man Ausschau auch nach anderen Standorten außerhalb der Stadtgrenzen halten. Müngersdorf zu verlassen wäre jedoch kein einfacher Schritt für den 1. FC Köln.

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