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22.12.12

Stunksitzung 2013: Es darf ausgiebig gelacht werden

Die Stunker feiern im Kölner E-Werk ihre 30. Premiere mit frechen Beiträgen und viel derbem Wortwitz

Biggi Wanninger (Bild Mitte) moderiert pointiert durch die Sitzung

So viel gelacht wie lange nicht mehr. So könnte man es auf den Punkt bringen. Denn die Stunksitzungspremiere am 20.12.2012 im Kölner E-Werk war ein Feuerwerk aus urkomischen Wort- und Musikbeiträgen und derben Sprüchen.

Dreieinhalb Stunden durfte gelacht werden. Über den Kapitän der Costa und sein Motto „Frauen und Capitano zuerst“, den ersten Karnevalsfrauenverein „Rote Funzen“ und die Regal-Pädagogik von Ursula von der Leyen, die Schlecker-Filialen in Kitas umwandeln lässt, in denen Kinder unter 3 Jahren 2,99 heißen und rationell gelagert werden.


Köbes Underground-Frontmann Ecki Pieper als Kapitän der untergegangenen
Costa. Sein Motto: Frauen und Capitano zuerst

Im 30. Jahr der Stunksitzung sind wieder viele alte Bekannte dabei wie der Vorsitzende des Löstigen Kallendresser-Vereins, der sich diesmal – von Putin inspiriert – mit bereits ausgefüllten Wahlzetteln zum Vorstand küren lassen will. Wären da nicht die „Tussy Riots“, die ihm auf die Schliche kommen und in bunten Masken demonstrieren mit „Du bis beklopp, mach dich fott“.


Auftritt der „Tussy Riots” beim Karnevalsverein "Löstige Kallendresser"

Und auch Trude Herr kehrt – nachdem auf dem Melatenfriedhof ein Gewitter gewütet hat – als freches Englein wieder auf die Erde zurück, nachdem sich zuvor auch schon Willi Ostermann und Willi Millowitsch aus dem Jenseits gemeldet haben, wobei Letzterer stänkert: „Ich schaue auf Köln und sehe was ich schon immer geahnt habe: Der Peter ist ein schlechter Schauspieler.“

Aufräumaktion mit Tine Wittler in Joachims Heim, dem Kölner Dom

Glanzlichter des ersten Teils sind der „Einsatz in 4 Wänden“, in dem sich Tine Wittler Joachims (Kardinal Meißner) „Gruselschuppen“ (gemeint: Kölner Dom) vornimmt und diesem dann sein neues Heim in Form der Ehrenfelder Moschee präsentiert. Oder auch „Bonanza“ mit Frank-Walter Adam, Little Steinbrück und Big Gabriel. Die werden nicht nur von „Pa“ alias Helmut Schmidt gnadenlos beschimpft, weil sie sich die Themenpflöcke haben klauen lassen, sondern auch von Miss Mutti (Angela Merkel) belehrt: „Ruhe im Puff – ich bestimme“.


„Miss Mutti” alias Anne Rixmann beim Ausritt von der Branderosa Ranch

Und dann sind es die alltäglichen Themen, die mit viel Fantasie und urkomisch in Szene gesetzt werden. Wie z.B. die Fans vom Kölner FC, die als Milde Horde nur noch mit Hilfe einer Psychologin ins Stadion dürfen: „Keine Gewalt – sonst gibt´s was auf die Fresse“.


Kläglicher Versuch einer Psychologin, gewaltbereite FC-Fans im Stadion in eine
„Milde Horde” zu verwandeln

Und Roboter Robbi, der zum Betreuer von Pflegebedürftigen eingesetzt wird und mit Frühstücks, Rasier, Schmuse- oder Ruhemodus ausgestattet seine Tätigkeiten verrichtet. Aber auch das Rauchverbot in Gaststätten macht erfinderisch. So wie der Wirt von „Beim Dieter“, der – beeindruckt von Burlesque-Tänzerin Dita von Teese – seine Kneipe kurzerhand in „Dieter vom Tresen“ umbenennt und eine Stripnummer hinlegt.


Wirt Dieter, der in seiner Kneipe mit Hilfe von (urkomischen) Strip-Einlagen dem Rauchverbot entgegenwirken will

Aber was wäre eine Stunksitzung ohne die Hausband Köbes Underground mit ihrem Frontmann Ecki Pieper. Die kam mal als Sambagruppe, mal im Humba-Style oder auch als „Böösch“ – Bürsten –  in der Autowaschanlage daher. Aber immer mit frechen Texten, guten Sounds und op Kölsch.


Sorgen für gute Stimmung im dreieinhalbstündigen Programm: Köbes Underground


Fazit der Redaktion von Koeln-Magazin.info:

Klasse Premiere mit einem sehr kurzweiligen Programm: die Stunksitzung 2013 bietet eine fantastische Serie aus schnellen Gags und spritzigen Ideen. Super lustig und so richtig zum Ablachen! Absolut sehenswert.

Text: Ute Hayit
Fotos: Ertay Hayit

Termine
Insgesamt ca. 46-mal gibt es die Stunksitzung dieses Jahr. Leider sind alle Karten offiziell ausverkauft. Auf der Homepage der Stunksitzung gibt es jedoch noch einzelne Restkarten von Privatpersonen.

Weitere Bilder

Roboter Robby im Pflegedienst-Einsatz

 
Die vier von der Branderosa-Ranch: Ben Schmidt und seine Söhne Little Steinbrück, Frank-Walter Adam und Big Gabriel

 Urkomisch: Biggi Wanninger als Calli (Rainer Calmund), der sich als kleinen Snack
eine Torte mitgebracht hat

 
Auftritt des ersten Weiberdreigestirns

Stunksitzung 2013 mit den „Geissens” Carmen und Rooobert 


Die Roten Funken machen sich per Raumschiff „Apollonia 4711“ auf zum Mars
(mit Didi Jünemann, Ozan Akhan und Günter Ottemeier)

 Regalpädagogik in der Kita „Schleckermäulchen”

 
Warten auf die Bahn: an der neuen U-Bahnhaltestelle Chlodwigplatz



Zwei Bürsten „Böösch” in der Autowaschanlage: Köbes Underground

 

 

 

 

Links:
www.stunksitzung.de




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