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07.09.17

Wolfgang Niedecken stellt Nachauflage des Buches „Neuer Kölnischer Sprachschatz" vor

BAP-Frontmann und Greven Verlag sehen wieder erwachtes Interesse an der Kölner Sprache

Wolfgang Niedecken, BAP-Frontmann, hat das Vorwort zur Neuauflage geschrieben und präsentiert den Titel „Neuer kölnischer Sprachschatz" im Greven Verlag (Foto: Ertay Hayit)

Was ist Kuletsch? Was ist Mömmes? Und was um Himmels willen ein Hirringsbändijer? Die Antwort steht im »Wrede«: Es geht um Lakritze, Popel und um einen Lebensmittelhändler.

Wenn es ein Werk gibt, das unverzichtbar für alle Freunde der kölschen Sprache ist, dann ist es Adam Wredes Neuer kölnischer Sprachschatz. Seit 1956 hat der Wälzer Auflage um Auflage erlebt – das gibt’s wohl wirklich nur in Köln. Möglich war das, weil dieses Buch eben nicht nur das maßgebliche wissenschaftliche Nachschlagewerk zur kölnischen Mundart ist, sondern auch eine fesselnde und höchst unterhaltsame Kulturgeschichte Kölns.

»Man kann darin surfen – ganz ohne Internet«, sagte Wolfgang Niedecken am Donnerstag bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuesten Ausgabe, für die der BAP-Sänger ein Vorwort beigesteuert hat. Sobald er das Buch aufschlage, lese er sich fest, erzählte er – und meinte augenzwinkernd: »Ich kann davor nur warnen: Das Buch ist ein Zeitfresser!«

Der »Wrede« erklärt nicht nur Begriffe, Namen und Redewendungen – er erzählt Geschichten: über Straßen und Kinderspiele, Berufe und Bräuche, Heilige und Käuze. Dabei stößt jeder Köln-affine Leser auf etwas, was er irgendwann mal gehört, aber womöglich nie richtig verstanden hat. Niedecken, der wohl bekannteste Protagonist des Kölschen, ist sicher: »Jeder liest den ›Wrede‹ auf seine eigene Weise, weil er sich von seinen persönlichen Assoziationen leiten lässt.«

Dass nun eine weitere Auflage dieses Sprachschatzes erscheint, führt Niedecken auf ein wieder erwachtes Interesse an der Kölner Sprache zurück: »Das Kölsche findet heute eine Anerkennung, die es früher so nicht gab.« Viele Zugezogene belegten zum Beispiel Kurse, um sich die Sprache ihrer Wahlheimat zu erschließen – das habe es so nicht gegeben. »Die kölsche Sprache ist ein Schatz«, sagte Niedecken. »Und der ›Wrede‹ ist die Truhe, die diesen Schatz bewahrt.«

Die Autoren:
Prof. Dr. Adam Wrede (1875–1960) war von 1921 bis 1941 Honorarprofessor an der Universität zu Köln. Als Sprachwissenschaftler erforschte er zeitlebens die kölsche Mundart und verfasste zahlreiche Publikationen zur kölnischen Sprachgeschichte und Volkskunde.

Wolfgang Niedecken (geb. 1951) ist Musiker, Maler und Autor. Der legendäre Frontmann der Kölsch-rock-Band BAP verwendet seit Jahrzehnten den Kölner Dialekt in seinen Songtexten und machte ihn dadurch weit über die Region hinaus bekannt.

Adam Wrede
Neuer Kölnischer Sprachschatz
Mit einer Einleitung von Wolfgang Niedecken
1148 Seiten, 17 x 24,4 cm, Leinen
49,90 Euro, ISBN 978-3-7743-0677-6
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