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Die Neubau-Fassade des Rautenstrauch-Joest-Museums mit großer Glasfront Foto: koeln-magazin.info

Rautenstrauch-Joest-Museum

Cäcilienstraße 29-33
50667 Köln
Tel.: 0221-221 313 56
Tel.(Führungen und Workshops): 0221-221-23468/27380/24077

rjm@stadt-koeln.de
http://www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-20 Uhr
1. Donnerstag im Monat (Kölntag) 10-22 Uhr
Montags, sowie am 24., 25., 31. Dezember und 01. Januar geschlossen
Eintritt:

7 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Kombiticket mit Museum Schnütgen 9 Euro, ermäßigt 6 Euro
Öffentliche Führungen:

Samstag 15 Uhr, Sonntag 12 Uhr und 15 Uhr und Kölntag ab 17.30 Uhr

Kulturen der Welt: von der Konzeption weltweit einzigartig

Das Rautenstrauch-Joest-Museum entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der privaten Sammlung des Kölner Forschungsreisenden Wilhelm Joest. Bis 2007 war das Museum am Ubierring untergebracht. Das Gebäude dort wurde der wachsenden Sammlung jedoch nicht mehr gerecht und das unterirdische Depot war durch mehrere Hochwasser unbrauchbar geworden.

So begann man Mitte der 90-er Jahre mit der Planung eines neuen Museumsgebäudes mitten in der Kölner Innenstadt. Nachdem rund fünfzehn Jahre an dem neuen Bau geplant und gearbeitet wurde, wird das Kölner Museum am 22. Oktober 2010 wiedereröffnet.

Hochmodernes Gebäude mit neuartigem Konzept

Das neue Gebäude ist äußerlich geprägt von Klinkerfassaden und viel Glas, welches ein einzigartiges Lichtspiel im großzügigen, hellen Foyer erzeugt. Dort beginnt für die Besucher auch der Rundgang. Das neue Wahrzeichen des Museums, ein Reisspeicher der Sa’dan-Toraja von der indonesischen Insel Sulawesi aus dem Jahre 1935, sticht an diesem prominenten Platz direkt ins Auge. Aufgrund seiner enormen Größe hätte man es auch nirgendwo sonst angemessen unterbringen können. Im 21 Meter hohen Foyer hat man nun die Möglichkeit, das hölzerne und künstlerisch gestaltete Konstrukt aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und sich so auf den Rundgang einzustimmen.

Die unterschiedlichen Themengebiete reichen von Kunst, Wohnen oder Kleidung und Schmuck bis hin zu heikleren Themen wie Religion, Rituale oder sogar Tod und Jenseits. Zusammengefasst unter dem Titel „Der Mensch in seinen Welten“, ist der Parcours in die Komplexe „Die Welt erfassen“ und „Die Welt gestalten“ unterteilt, eingerahmt von einem Prolog, in dem Musikinstrumente aus Indonesien zu sehen sind und einem Epilog.

Auch die anderen Exponate - 2.600 der etwa 65.000 vorhandenen werden permanent gezeigt - kommen im Neubau jetzt besser zur Geltung, denn die Fläche des Museums hat sich verdreifacht. Der neue Sonderausstellungssaal umfasst 1.350 qm und ist somit einer der größten Veranstaltungssäle im Zentrum von Köln. Ansonsten wurde in dem 65 Millionen Euro-Projekt moderne Technologie verwendet, um den Museumsbesuch zu einem lehrreichen Erlebnis zu machen.

Auch inhaltlich präsentiert sich das „neue“ ethnologische Museum vollkommen überarbeitet und moderner strukturiert. Im Gegensatz zu vergleichbaren Häusern wurde die Einteilung der Ausstellung nicht mehr nach Regionen oder Kulturen vorgenommen. Das neuartige Konzept sieht vor, die Besucher durch verschiedene Themenwelten zu führen, die einen Vergleich zwischen den Kulturen möglich machen sollen. Ein großes Anliegen ist es den Museumsdirektoren Klaus Schneider und Jutta Engelhard, die Ebenbürtigkeit der Kulturen und die Gleichberechtigung ihres Daseins zu vermitteln.

Ein Museum für Kinder gibt es auch

An die jungen Besucher richtet sich das „JuniorMuseum“. Die aus dem sonstigen Themenparcours ausgegliederten Themen Sozialisation und Initiation werden hier in besonders kindgerechter Art und Weise präsentiert. Die jüngeren Besucher können interaktiv erkunden, wie Sozialisation in den unterschiedlichen Kulturen stattfindet und herausfinden, was die Erstkommunion im Rheinland mit dem Beschneidungsfest in Istanbul gemeinsam hat.

Die Informationstafeln sind für das internationale Publikum zweisprachig gehalten und ein Audioguide ist ebenfalls in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Für alle, die sich ein wenig mehr Zeit nehmen wollen, steht auch die Bibliothek mit einem Bestand von über 40.000 Monografien und Fachzeitschriften sowie 40 Arbeitsplätzen zur Verfügung. Im Foyer findet man auch den Museumsshop, wo Souvenirs und andere Museumsartikel erhältlich sind. Außerdem gibt es einen Gastronomiebereich mit einer Terrasse mit Blick auf Rautenstrauch-Joest-Museum und Cäcilienkirche.

Hannah Wendt & Benjamin Kimmig

Kommentare

Gabriela Hennig, 22.05.2013 00:08:
Ein besonderes Erlebnis und ein wahrer Genuss der Rundgang durch das Museum; einzigartige Konzeption, mit neuester Technologie ausgestattet, Gestaltung der Räume mit viel Sinn für Ästhetik, didaktisch und interaktiv, gelungene Präsentation der zahlreichen Exponate, sehr ansprechend und motivierend.
Ein Besuch, der sich lohnt!
A. Neuber, 02.01.2011 15:43:
Schönes neues Museum, leider nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet. Sehr viele reizvolle Exponate befinden sich in Plexiglas-Vitrinen auf Kinderhöhe, es gibt Schubladen, Hocker und ein Original-Tipi ohne den Hauch einer Barriere davor - nur darf all das nicht berührt (!) werden, da es offesichtlich nicht möglich war, die Exponate halbwegs kindersicher unterzubringen. Bei Verstößen weist das Sicherheitspersonal sofort darauf hin, die Kinder besser unter Kontrolle zu halten; wir fühlten uns regelrecht vergrault. Wer keine Lust hat, das Kind oder gar die Kinder ununterbrochen zu tragen, sollte gleich zu Hause bleiben.

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