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Severinsbrücke

Von dem einzigen Pylon sind zwölf Stahlseile gespannt, die die Brücke tragen<br> (Foto: Driever / koeln-magazin.info)

Zwar waren zu Beginn der fünfziger Jahre alle zerstörten Rheinbrücken in Köln wiederaufgebaut, aber diese konnten dem steigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht werden. Der Generalverkehrsplan der Stadt Köln von 1956 sah deshalb zwei Brückenneubauten vor: zum einen die Severinsbrücke und zum anderen die Zoobrücke. Am 7. November 1959 wurde die Severinsbrücke als erster Brückenneubau Kölns nach dem Zweiten Weltkrieg in Gegenwart von Bundeskanzler Konrad Adenauer eröffnet.

Die Severinsbrücke ist eine Schrägseilbrücke mit einer sehr schmalen Silhouette, die nur von einem asymmetrisch platzierten Dreieckspylon getragen wird. Außerdem ist sie mit zwölf Stahlseilen abgespannt. Diese schlanke Konstruktionsweise war nötig, um den Blick auf das Stadtpanorama mit dem Dom nicht zu stören. Ebenso durfte die Schifffahrt auf dem Rhein und im Deutzer Hafen sowie im Rheinauhafen nicht behindert werden.

Die asymmetrische Platzierung des einzelnen Pylons war eine Weltneuheit (Foto: © pics / Fotolia.com)

Architekt Gerd Lohmer und Ingenieur Fritz Leonhardt, die schon am Bau von mehreren Kölner Rheinbrücken beteiligt waren, führten die Planung und Konstruktion durch. Schrägseilbrücken waren zu diesem Zeitpunkt erst kurz in Benutzung. Leonhardt hatte in Düsseldorf bei der Theodor-Heuss-Brücke Erfahrungen mit dieser Bauweise gesammelt. Die asymmetrische Platzierung des Brückenpylons war jedoch vollkommen neu und fand auch international Beachtung.

Zu Anfang standen sechs Fahrbahnen für den Individualverkehr mit integrierten Stadtbahngleisen zur Verfügung. In den Jahren 1979 bis 1981 wurde die Severinsbrücke jedoch umgebaut und um einen eigenen Gleiskörper erweitert. Jetzt verfügt die Brücke über je zwei Spuren für den Individualverkehr sowie Geh- und Radwege auf beiden Seiten. Die Severinsbrücke ist über 690 m lang bei einer Gesamtbreite von 29,5 m.

Sebastian Winand

Schön zu sehen: Rechtsrheinig schaut man von hier auf die Pollerwiesen... <br>(Foto: Driever / koeln-magazin.info)
..während man linksrheinig moderne Bauten erblickt. <br>(Foto: Driever / koeln-magazin.info)

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