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St. Pantaleon gilt als eine der schönsten romanischen Kirchen Kölns

St. Pantaleon

Am Pantaleonsberg 10a
50676 Köln
Tel.: 0221-31 66 55
Fax: 0221-31 91 30
nc-vonstpe@netcologne.de
www.pantaleon.webzeiten.info/home.html

In der Nähe des Salierrings, kurz bevor dieser zum Sachsenring wird,  liegt die Kirche St. Pantaleon. St. Pantaleon wird von nicht wenigen Kölnern für die wohl schönste ihrer romanischen Kirchen gehalten – wobei sie eigentlich gar keine „echte“ romanische Kirche ist.

Bei St. Pantaleon lassen sich erste bescheidene Anfänge noch in der Antike finden. Die ersten wohlhabenden Christen richteten in prächtigen Bauten für sich alleine oder die kleine Gemeinde bescheiden dimensionierte Kulträume für ihren neuen Glauben ein. Aus diesen entwickelten sich Kirchen.

Die Villa, die dann später gänzlich überbaut wurde und von der noch Mauerreste in der Krypta zu sehen sind, war allerdings nicht genau in West-Ost-Richtung erbaut worden. Somit weicht St. Pantaleon bis heute in einem Winkel von etwas 45 Grad vom „Soll“ ab.

Erzbischof Bruno (953–965) brachte sein Pallium, das Zeichen seiner Anerkennung durch den Papst, 955 nach Köln. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er wohl St. Pantaleon im Auge.

Zwischen 955 und 965 waren das Schiff und der Chor St. Pantaleons fertig gestellt worden. Letzterer stürzte 966 ein und musste neu aufgebaut werden. Dabei fand man passenderweise das Grab des Märtyrers Maurinus, so dass sich die Bedeutung St. Pantaleons weiter erhöhte und auch reichliche Spenden eingingen. Am 24. Oktober fand die Weihe von St. Pantaleon durch Erzbischof Warin statt.

St. Pantaleon gewann noch in den Tagen ihrer Fertigstellung eine weitere bedeutende Förderin: Kaiserin Theophanu. St. Pantaleon war von Bruno gegründet worden, dem Bruder Ottos des Großen, in dessen Familie Theophanu eingeheiratet hatte.

Die Kaiserin stiftete die Reliquien des hl. Albinus für St. Pantaleon und beschenkte auch sonst das Kloster sehr reich.

Als sie am 15. Juni 991 in Nimwegen starb, wurden ihre Gebeine nach St. Pantaleon überführt, wo sie bis heute ruhen.

Unter der Franzosenherrschaft wurde das Kloster aufgelöst und St. Pantaleon zum Pferdestall degradiert. Für kurze Zeit wurde St. Pantaleon Pfarrkirche, dann evangelische Garnisonskirche und ist erst sei 1922 wieder katholische Pfarrkirche.

Im ruhigen Innenhof selbst finden sich noch bescheidene, nach dem Zweiten Weltkrieg wiederentdeckte Reste des Kreuzganges aus ottonischer Zeit. Dieser ist damit der älteste erhaltene seiner Art in ganz Deutschland.

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