Die Kölner KulturPaten - Unterstützung von Kulturschaffenden

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Der Kölner KulturPaten e.V. - Ehrenamtliche Unterstützung für Künstler

Kölner Kultur ist eine Erfahrung wert

Künstler gelten als chaotisch. Sie arbeiten kreativ, impulsiv, intuitiv. Das ist gut so, denn das sind die Grundvoraussetzungen, um Kunst entstehen zu lassen. Doch die Kunst möchte gezeigt, aufgeführt, gehört, verkauft werden. Mit anderen Worten, sie muss vermarktet werden.

Um diese Aufgabe anzugehen, schließen sich Künstler gerne zusammen, gründen ein Theater, eine Produzentengalerie, veranstalten ein Filmfestival – kurz: Sie werden als Unternehmer für die Vermarktung ihrer Kunst tätig. Das bringt neue An- und Herausforderungen mit sich, erfordert eine andere Arbeitsweise, betriebswirtschaftliches Wissen und Denken.

Das Konzept der KulturPaten

Genau hier setzt die Idee der Kölner KulturPaten an: Die Kölner KulturPaten vermitteln Kölner Unternehmen in Kultureinrichtungen, die mit ihrem Know-how  die Kulturschaffenden ehrenamtlich unterstützen. Zum Beispiel mit betriebwirtschaftlichem Wissen für die Erstellung eines Businessplans, als Berater für eine effektive Öffentlichkeitsarbeit, oder als Grafiker für die Gestaltung einer aussagekräftigen Homepage. Hierbei handelt es sich um eine Patenschaft, von der beide Seiten profitieren. Denn durch die Arbeit in der Kultureinrichtung erhält der KulturPate neue Impulse für sein Unternehmen und Kontakte zu Künstlern, die ihn inspirieren.

Der Verein existiert seit 2002

Gegründet wurden die KulturPaten 2002 von der IHK, der Stadt Köln und der Kölner Freiwilligenagentur. Federführend waren dabei Ulrich Soénius, der bis 2021 als stellvertretender Geschäftsführer der IHK der Stadt Köln tätig war, Hans Henrici, der Gründer der Kölner Freiwilligen Agentur, und Gerd Conrads, der bis 2017 das Amt des persönlichen Referenten der jeweiligen Kulturdezernentinnen und Kulturdezernenten bekleidete. Die Schirmherrschaft übernahm der damalige Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma.

Die Hintergründe des Projektes

Die Gründung des gemeinnützigen Vereins erfolgte zu einer Zeit, in der die Förderung kultureller Projekte „insgesamt Rückläufig” war, wie es Claudia Bleier schildert, die das Projekt seit dem Jahr 2014 leitet. Bis in die frühen Nullerjahre hinein war der Kultur- und Sozialsektor laut Bleier ohnehin stark belastet. Viele Menschen in Berufen mit sozialen oder kulturellen Hintergründen fanden auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Anstellung und wurden durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in die Berufswelt integriert: „Die freie Kunst- und Kulturszene war nun im Großen und Ganzen auf sich selbst gestellt”, so Bleier heute.

Als auch die bezuschussten Tätigkeiten auf dem „zweiten Arbeitsmarkt” wegfielen, wollten die Gründerväter des KulturPaten e.V. zumindest für eine Linderung der prekären Situation sorgen: „Es geht darum, Leute zusammenzubringen und einen Blick dafür zu entwickeln, welche Leute zusammenarbeiten können”, erklärt Projektleiterin Claudia Bleier, „welches Projekt passt zu welchem Unternehmen, was wird gebraucht und was kann geleistet werden?”

Wie kommt eine Patenschaft zustande?

Mitarbeiter kultureller Einrichtungen und Künstler, die auf der Suche nach fachlicher Unterstützung sind – sei es im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, der Mobilität oder bei Fragen zur Steuererklärung –, können sich per E-Mail oder auf dem Postweg bei den KulturPaten bewerben.
Nach Eingang der Bewerbung wird diese geprüft, anschließend wird ein Termin für ein persönliches Kennenlernen vereinbart. Schließlich vermittelt der Verein keine Patenschaften, ohne die Beteiligten persönlich kennengelernt zu haben.

Nach dem ersten Treffen sucht der Kölner KulturPaten e.V. dann einen Paten, der für das entsprechende Projekt geeignet ist. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, zieht sich der Verein zurück und die weitere Zusammenarbeit erfolgt direkt zwischen den Kulturprojekten und den jeweiligen Paten. Sollten sich innerhalb einer laufenden Patenschaft aber Fragen ergeben, steht der Verein weiterhin beratend im Hintergrund.

In erster Linie dreht sich die Arbeit des Kölner KulturPaten e.V. also darum, die richtigen Kontakte herzustellen und das Angebot zu kommunizieren – innerhalb der freien Kunst- und Kulturszene, aber auch in Richtung der Unternehmen und der Wirtschaft: „In der Regel fragen Kulturprojekte oder Einzelpersonen bei uns an, weil sie Unterstützung brauchen”, erklärt Leiterin Claudia Bleier, „zum Beispiel ein Coaching, eine Website, Hilfe bei einem Bühnenbild oder beim Transport. Die Bandbreite ist ganz vielseitig.”

Pate werden und den Verein unterstützen

Die Gesuche der Kulturschaffenden, die Unterstützung bei ihren Projekten benötigen, werden auf der Website des Vereins öffentlicht gemacht. So können sich interessierte Paten aus Industrie und Wirtschaft einen Überblick verschaffen. Wollen sie dann ein Projekt unterstützen, reicht das Ausfüllen eines Formulars auf der Vereinshomepage. Die Kölner KulturPaten stellen dann den Kontakt zu den jeweiligen Kunst- und Kulturschaffenden her. Wer den Verein unterstützen möchte, ohne direkt eine Patenschaft einzugehen, kann ihn auch mit einer Mitgliedschaft unterstützen, deren Beitrag für Privatpersonen bei 20 Euro und für Unternehmen bei 200 Euro liegt.

Der Verein würdigt die Paten für ihr Engagement

Da die Unternehmen ihre Unterstützung ehrenamtlich und kostenlos zur Verfügung stellen, gibt es laut Projektleiterin Claudia Bleier eine andere„Währung“ für die geleistete Arbeit: „Viele Paten wollen ihren Horizont erweitern, beruflich wie persönlich, weil man durch die Patenschaften viel voneinander lernt.”

Andere, erzählt sie, seien einfach sozial eingestellt und wollen etwas zurückgeben. Oder sie haben selbst ein großes Interesse an Kunst und Kultur und wollen mit diesem Bereich in Kontakt treten. „Es macht den meisten Menschen einfach Spaß, hinter den Kulissen mitzuwirken“, sagt Bleier weiter.

Zudem werden die Kulturpaten alle ein bis zwei Jahre für ihr Engagement im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gewürdigt. Bei der Ehrung wird ihnen von der aktuell amtierenden Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister als Schirmherr*in, das offizielle Siegel „Kölner KulturPate” überreicht, das dann eine zweijährige Gültigkeit besitzt.

Text: Florian Eßer

Weitere Informationen gibt es hier:
koelnerkulturpaten.de

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