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Auf Geschäftsreise in Köln: Tipps für Besucher

Köln ist in vielerlei Hinsicht speziell – und deshalb eine reizvolle Adresse auch für Geschäftsreisen

Eine Geschäftsreise nach Köln kann immer zu einem schönen Erlebnis werden (Foto: Hayit Medien)

Viele Geschäftsreisen sind eher dröger Natur. Sie führen direkt zum Geschäftstermin, gerne auch abseits größerer Städte, und vom Konferenzraum aus zurück ins Hotel. Das muss jedoch nicht immer so sein. Wer beruflich nach Köln kommt und auch nur ein wenig Zeit zwischendurch frei hat, dem hat diese Stadt viel zu bieten. Mit welchen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen Köln aufwartet und wie Geschäftsreisende auch ohne eigenes Auto ihre Ziele bequem erreichen, zeigt dieser Beitrag.

Mobilität: Gute Anbindung mit allen Verkehrsmitteln

Um von einem Ort zum nächsten zu kommen, haben Geschäftsreisende in Köln unterschiedliche Möglichkeiten:

  • S-Bahnen – sind ideal, um von außerhalb ins Zentrum zu fahren oder innerhalb des Großraums Köln schnell von A nach B zu kommen. Das S-Bahn-Netz verbindet Köln mit Düsseldorf, Neuss, Düren, Bergisch Gladbach, Lüdenscheid und natürlich dem Flughafen Köln/Bonn. Mit der S-Bahn ist eine Fahrt quer durch die Stadt nur eine Sache von Minuten.
  • U- und Straßenbahnen – sind die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel in Köln. Mit der KVB erreicht man alle Stadtteile und ist zügig in der Nähe des Ziels. Im Zentrum fahren die Bahnen unterirdisch und kommen so wesentlich schneller voran als der Autoverkehr über ihnen. Aber auch überirdisch gilt: Mit der KVB ist man in Köln meist schneller am Ziel als mit dem Auto.
  • Busse – zuckeln eher gemächlich daher und erschließen die weißen Flecken im Schienennetz. Bei einem Stadtbesuch werden sie eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Geschäftsreisende sollten vorab grob überschlagen, wie oft und wohin sie fahren möchten. Daraus ergibt sich, ob Einzel- oder auch Vierertickets sinnvoll sind oder ob nicht einfach ein Tagesticket die beste Wahl ist. Je mehr individuelle Fahrten zusammenkommen, desto eher lohnt sich das Tagesticket. Es gilt 24 Stunden lang für das gesamte Streckennetz, während Einzeltickets nach Regionen gestaffelt und zeitlich begrenzt sind.

Wer es komfortabler mag, wählt wahlweise das Taxi oder auch einen Mietwagen. Gerade letzterer bietet viel Komfort und lässt sich über entsprechende Plattformen zu günstigen Konditionen buchen.

Gastronomische Freuden: Von modern bis klassisch ist alles dabei

Wer das begrenzte Angebot einer Kleinstadt gewohnt ist, kann einkaufstechnisch in Köln aus dem Vollen schöpfen. Hier haben nicht nur die großen Marken ihre Filialen; zwischendrin gibt es immer wieder kleine, alteingesessene Geschäfte, in denen man von Gummi und Filz bis hin zu edlen Papieren und schönen Stoffen auch Ungewöhnliches und Seltenes findet.

Undenkbar auch, in dieser Stadt zu verhungern. Von Imbissbude und Fastfood-Tempel über die Kneipe mit Tageskarte bis hin zum Edelrestaurant ist kulinarisch alles vertreten. Sowohl die Innenstadt als auch die ‚Veedel’ genannten Vororte wie Mülheim, Nippes, Ehrenfeld oder die Südstadt locken mit einem vielfältigen Angebot – das sich jedoch durchaus von Monat zu Monat ändert. Wo gestern noch legendäre Mettbrötchen über den Tresen gingen, kann morgen schon ein Mekka für Veganer seine Türen öffnen.

Hier ein paar Highlights:

  • Gourmetküchen – Etliche Spitzenköche haben sich in Köln niedergelassen. Die Gourmetküche überrascht vielerorts mit besonderen Spezialitäten. Gäste sollten aber auch hier rechtzeitig einen Tisch buchen, da die häufig kleiner gehaltenen Restaurants oft ausgebucht sind.
  • Veedel-Restaurants – So gut wie jeder Kölner Stadtteil hat seine kulinarische Institution, von einfach-urig bis zeitlos gediegen. In Deutz ist es ‚Lommerzheim’, in Nippes ‚Em golde Kappes’, am Friesenplatz das ‚Päffgen’, in Ehrenfeld ‚Haus Scholzen’ und auf der Zülpicher Straße ‚Oma Kleinmann’. Wenn ein Abstecher in einen dieser Horte urkölschen Brauchtums reizt: am besten im Hotel nach einer echt kölschen Adresse in der Nähe fragen.
  • Szene-Restaurants – So unterschiedlich sie sind, haben sie doch eines gemeinsam: Die Kölner Szene-Restaurants erfinden sich ständig neu. Zum Beispiel das ‚heckmanns’ in Sülz. Seit Kurzem in neuen Händen, ist die gehobene Küche mit entsprechenden Preisen einer kulinarischen Kreativität zu moderaten Preisen gewichen. Oder die ‚Fette Kuh’ in der Südstadt: So müssen Burger schmecken! Ein Hauch von Exotik gefällig? Im Belgischen Viertel liegt das Nish Nush. Es bietet überwiegend israelische Streetfood-Spezialitäten, wobei Veganer und Fleischliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Sehenswürdigkeiten – Tipps für die Freizeit auf der Reise

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Köln ist schon beim Eintreffen kaum zu übersehen. Gut möglich, dass Passanten beim ersten Anblick unvermittelt stehen bleiben. Sehr wahrscheinlich, dass sie Smartphone oder Kamera zücken. Wer aus dem Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt hinaustritt, der sieht den Dom direkt vor sich. Ein kleiner Rundgang, ein kurzes Eintauchen in eine andere Welt und Zeit lohnt auf jeden Fall.

Die Kranhäuser am Rheinauhafen in Köln

Die Kranhäuser am Rheinauhafen in Köln: Starker Kontrast zu den architektonischen Zeugen einer längst vergangenen Zeit (Foto: Paul_Henry / Pixabay)

Aber Köln ist mehr als der Dom:

  • Altstadt - sie liegt dem Dom zu Füßen und bietet praktisch für jeden Geschmack etwas. Die mittelalterlichen Gassen laden zum Schlendern ein, die Brauhausdichte ist hoch. Hier ist neben dem Wallraf-Richardz- auch das Duftmuseum zuhause, in dem das weltberühmte „Kölnisch Wasser“ seinen Ursprung hat. Kurz vor der Deutzer Brücke ein weiterer Höhepunkt klerikaler Architektur: Groß St Martin. Gleich nebenan: der Altermarkt, wo jedes Jahr am 11. November die fünfte Jahreszeit eingeläutet wird und an Weiberfastnacht die Frauen die Regie über die Stadt übernehmen.
  • Rheinauhafen - Die Kranhäuser bilden einen reizvollen Kontrast zur romanischen und gotischen Architektur der Kölner Vorzeigekirchen. Und belegen ein weiteres städtebauliches Merkmal von Köln: alt und neu, schön und weniger schön liegen hier ganz dicht beieinander. Währen das Sportmuseum in alten Lagerhäusern eine neue Heimat gefunden hat, wirkt das Schokoladenmuseum gleich nebenan geradezu futuristisch.
  • Rheinboulevard Deutz – Die Kölner sprechen abschätzend von der „schäl Sick“, wenn sie die rechte Rheinseite meinen. Doch sollte das Wetter mitspielen, ist ein Spaziergang über die Hohenzollernbrücke mit ihren unzähligen Liebesschlössern und dann entlang des östlichen Rheinufers unbedingt zu empfehlen – allein wegen des Blicks. Und möglicherweise eines Abstechers zum Tanzbrunnen. Und einer Fahrt zurück mit dem Bötchen oder der Seilbahn.
  • Belgisches Viertel – Die Südstadt: fortgeschrittene, gediegene Gentrifizierung mit selbstbewusstem Stil. Ehrenfeld: freundlich-anarchische multikulturelle Urbanität. Irgendwo dazwischen: das Belgische Viertel, auf unscheinbare Art genussorientiert und lebensbejahend. In den Abendstunden braucht es hier kein konkretes Ziel. Wer in einer der vielen Bars oder einem Café/Bistro/Pub im Dunstkreis des Brüsseler Platzes einkehrt, macht keinen Fehler.
  • Mediapark – Auch dieses architektonische Ensemble ist durchaus einen Besuch wert. Einst befand sich hier ein Güterbahnhof. Heute sind moderne Bürobauten, Springbrunnen und Grünflächen Merkmale einer veränderten Arbeitswelt. Kreativagenturen und Unternehmensberatungen findet man hier genauso wie TV- und Rundfunkstudios oder Coworking-spaces. In der Tiefgarage sollen sich Besucher schon hoffnungslos verlaufen haben.

Köln – eigentlich gar keine Stadt?

Das Schöne an einer Stadt wie Köln ist, dass oftmals der Weg bereits das Ziel sein kann. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und die Stadtgeschichte liegt Besuchern zu Füßen. Kaum ein Viertel, das den Besuch nicht lohnt. Wer die Natur vorzieht, findet überall in der Stadt kleine Oasen der Ruhe, einen halbkreisförmigen Grüngürtel rund um das Zentrum oder im Norden das ausgedehnte Freizeitgelände um den Fühlinger See. Und jedem geschichtsinteressierten Zeitgenossen ist klar, dass sich das Wort „Köln“ ableitet vom lateinischen ‚Colonia’. Und dass Köln einst die nördlichste Bastion des Römischen Reiches war.

Mitunter wird behauptet, Köln sei gar keine Stadt. Sondern ein Konglomerat bunt zusammengewürfelter Dörfer und Viertel. Ob dem so ist, kann jeder für sich selbst herausfinden – ein durchaus reizvolles Unterfangen. Und da Köln – im Vergleich zum Beispiel zu Berlin oder gar Paris – eigentlich ganz überschaubar ist, werden die Füße auch nicht überstrapaziert. Zumal wenn man sich bequem vom Hotel aus ins Geschehen fahren lässt. Nach einem möglicherweise anstrengenden Arbeitstag.

Auf Geschäftsreise in Köln: Diese Stadt ist speziell

Oftmals sind Geschäftsreisen dicht bepackt mit Terminen. Doch wer die Gelegenheit hat, Köln kennenzulernen, der sollte unbedingt über den Dom hinausblicken. Die Stadt ist unglaublich facettenreich, interessant und bietet für jeden Geschmack etwas. Ob die Wege nun mit einem Mietwagen, einem Limousinenservice, dem Taxi, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf den eigenen Füßen zurückgelegt werden, bleibt jedem selbst überlassen.

Wenn nach all der frischen Luft Hunger herrscht, dann warten auch schon die kulinarischen Örtlichkeiten der Stadt. Hierbei stellt sich nicht die Frage, was gewünscht, sondern was aus der Masse ausgewählt wird. Köln ist in vielerlei Hinsicht speziell. Wer sich auf diese Stadt einlässt, wird eine besondere Zeit erleben.

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