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Bildung in Köln - Die besten Anlaufstellen

Toleranz und Weltoffenheit sind den Kölnern nicht auf wundersame Weise angeboren. Toleranz und interkulturelle Kompetenz entstehen durch Bildung.

Bildung ist die Grundlage für Toleranz.

Mit ihren Schulen, Fachhochschulen, der Uni und privaten Seminaranbietern ist das Bildungsangebot der Stadt Köln breit aufgestellt. (Foto: geralt / pixabay.com)

Köln zählt zu den beliebtesten Großstädten Deutschlands. Die Domstadt ist über die NRW-Landesgrenzen hinaus bekannt für ihre Weltoffenheit, für ihr vielfältiges Bildungs- und Kulturangebot, für urbanes Flair bei gleichzeitiger Nähe zur Natur. In Wirtschaft und Kommunalpolitik, im Bereich Bildung und im täglichen Miteinander herrscht ein ganz eigener, entspannter Ton. Typisch kölsch halt. Et iss wie et iss. Und et is noch immer jot jejange.

Bildung zeigt sich auf der Straße

Dass Köln ein bevorzugter Anziehungspunkt für Menschen aller Nationen, Religionen und Genderidentitäten ist, kommt nicht von ungefähr. Gilt der Rheinländer an sich schon als tolerant, so sind die Kölner womöglich noch ein wenig rheinischer. Und damit ihrer Zeit auf manchen Gebieten voraus.

Im Alltag der Veedel, in der Südstadt oder in Nippes, im Agnesviertel oder in Ehrenfeld herrscht ein recht entspanntes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Lebensphilosophie und sexueller Orientierung. Seine Freude am Anderssein zelebriert der Kölner gern im Karneval. Aber auch sonst sind hier nicht die Leitlinien von Politik oder Kirche maßgeblich. Was dem einen der kölsche Klüngel, ist dem anderen die hiesige Version des Kant’schen Imperativs: Leben und leben lassen.

Es würde der Sache jedoch nicht gerecht, die Toleranz und Weltoffenheit der Kölner als auf wundersame Weise gegeben anzusehen. Denn Toleranz und interkulturelle Kompetenz entstehen durch Bildung. Dabei muss sich der Begriff ‚Bildung’ nicht nur auf Fachwissen beziehen, sondern kann ebenso gut das Angebot zur Persönlichkeitsentwicklung oder Stärkung der sozialen Kompetenzen sein. Die der Mensch nicht nur im täglichen Miteinander unterbewusst aufnimmt, sondern in einschlägigen Seminaren bewusst erlernen und trainieren kann.

Mit ihren allgemeinbildenden Schulen, Fachhochschulen, Fakultäten der Universität und privaten Seminaranbietern ist das Bildungsangebot der Stadt Köln breit aufgestellt. Das beginnt bei den Kleinsten in städtischen und privaten Kitas und reicht über die Schule hinaus bis zur Betreuung in soziokulturellen Zentren oder Jugendtreffs.

Die Uni: Urgestein der Kölner Bildung

Die Kölner Universität hat mehr als sechs Jahrhunderte auf dem Buckel und gilt als eine der größten Universitäten in Deutschland. Baulich hat sie sich über die Jahre stark verändert. Die Optik schmeichelt heute nicht unbedingt dem architektonischen Auge, kamen doch hier wahlweise §5 oder §7 des Kölschen Grundgesetzes zur Anwendung: ‚Nix bliev wie et wor’ und ‚Wat willste maache’. Schließlich musste der starken Nachfrage nach Studienplätzen ja irgendwie begegnet werden. Und so sind die Wege zwischen den einzelnen Fakultätsgebäuden in Köln mitunter recht lang und verschlungen.

Vergleichsweise kompakt daher, direkt neben dem RheinEnergieStadion, kommt die Kölner Sporthochschule. 1947 gegründet, ist sie die einzige Sportuniversität Deutschlands. Sie genießt hohe Anerkennung, entsprechend streng sind die Zulassungsvoraussetzungen. Ein Studienplatz an der SpoHo erschien schon so manchem wie ein Schritt in Richtung Olympiateilnahme.

Recht einfach sind dagegen die  Zulassungsvoraussetzungen für die Volkshochschule, die in Köln 2019 ihren 100. Geburtstag feierte. Die VHS Köln gilt als größte Weiterbildungseinrichtung in Nordrhein-Westfalen und richtet sich an alle Zielgruppen, vom frisch eingereisten Migranten bis zum pensionierten Akademiker.

Chancengleichheit: In Köln mehr als nur ein frommer Wunsch

Chancengleichheit ist ein erklärtes bildungspolitisches Ziel sowohl des Landes NRW als auch der Stadt Köln. Doch der Weg dorthin ist weit. Denn Bildung kann nicht beschlossen, sondern muss den Menschen ein Bedürfnis sein. Dies wird vor allem entwickelt, wenn Kindern von klein auf vorgelebt wird, wie wertvoll Bildung ist und dass Lernen mehr ist als eine lästige Pflicht. Nicht alle Eltern sind in der Lage, dies zu leisten. Nicht jeder kann hier von eigener Erfahrung profitieren.

Alle namhaften Bildungsanbieter weisen darauf hin, dass sie Chancengleichheit als wichtigen Teil ihres Auftrags sehen. So wirbt das Erzbistum mit Chancengleichheit zwischen Mann und Frau und das Kölner Jobcenter mit Chancengleichheit im Beruf.

Eine wichtige Rolle spielen hier Vereine und Initiativen, die sich gezielt für Chancengleichheit engagieren. Ein Beispiel von vielen ist Hey Alter. Ausgemusterte Computer, Laptops oder Tablets können verschrottet werden. Die Initiative macht aus ihnen aber ein Angebot an Familien, die ihren lernenden Kindern die technischen Voraussetzungen für digitale Lernangebote nicht bieten können.

Der größte Anteil der Bevölkerung in Köln ist zwischen 15 und 64 Jahren alt. Entsprechend sind sie die größte Zielgruppe für Bildungsangebote außerhalb der allgemeinbildenden Schulen. Die Bildungsangebote in Köln verteilen sich auf:

  • Sprachkurse
  • Berufliche Weiterbildung
  • Ausbildung
  • Studium
  • Weiterführende Schulen
  • Kreativ, Kunst und Kultur
  • Gesundheit
  • Persönlichkeit und Soft Skills
  • Digitalisierung (EDV)

Teilhabe – Bildung ist keine Frage des Geldes 

Bildungswillige, denen die finanziellen Mittel zur Teilhabe an Bildungs- und Freizeitangeboten fehlen, können diverse Fördermittel nutzen. Einige von ihnen gelten bundesweit und sind im Qualifizierungschancengesetz verankert. Zu ihnen zählen die Förderung der beruflichen Bildung für Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Angebote an Privatleute, die Berufs- oder Studienabschlüsse erlangen wollen oder den Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten.

NRW hat den Bildungsscheck im Jahr 2006 eingeführt. Der Bildungsscheck wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gespeist und kann für Kurse an der VHS ebenso eingesetzt werden wie für andere entsprechend ausgewiesene Seminare.

Jenseits von staatlichen oder kommunalen Förderangeboten kann es sich lohnen, sich an Stiftungen zu wenden, um finanzielle Unterstützung für Bildungsangebote zu bekommen. Die Begabtenförderung ist wohl die bekannteste Stiftungsförderung, doch auch kleinere Stiftungen widmen sich bestimmten Bildungsthemen und bieten entweder kostenfreie Seminare an oder bezuschussen die Seminargebühren.

Wer die Wahl hat ....

Die Wahl des Bildungsanbieters richtet sich natürlich nach dem Bildungsziel. In Köln sind in der breiten Bevölkerung vor allem die Kurse der Volkshochschule stark nachgefragt. Sie richten sich an alle Altersgruppen und Interessen. Von der Hilfe zur Selbsthilfe bis zum Feriencrashkurs in Mathematik oder Nähen und Töpfern mit Kindern ist das Kursangebot breit gefächert. Auch die Integrationskurse für den Nachweis der Sprachniveaus werden überwiegend durch die VHS angeboten.

Die allgemeinbildenden Schulen und Vereine richten sich mit ihren Arbeitsgemeinschaften oder Trainingsgruppen vorrangig an Kinder und Jugendliche. Finanziell rangiert dieses Angebot zwischen gratis und günstig.

In der beruflichen Bildung kann eine Reihe zertifizierter Anbieter über Bildungsgutschein oder Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein abrechnen. Hier sind auch Filialen bundesweit tätiger Bildungsanbieter wie dem Internationalen Bund oder der WBS Gruppe vertreten.

Onlinekurse stark nachgefragt

Neben den traditionellen Kursen vor Ort erobern Onlinekurse und ortsunabhängiges Lernen den Bildungsmarkt. Nicht erst seit der Pandemie sind Onlinekurse stark nachgefragt. Ob berufliche Bildung, Yoga-Kurs oder Tiertraining: Inzwischen können Interessenten fast alle Seminare online wahrnehmen. Das hat natürlich viele Vorteile. Abgesehen von der Bequemlichkeit, das Haus nicht verlassen zu müssen, vergrößert sich das Angebot natürlich auch, wenn man überregionale Anbieter mit einbeziehen kann.

Tipp: Die Wahl des Anbieters sollte nicht von Preis des Kurses oder guter Erreichbarkeit abhängig gemacht werden. Wichtig ist, darauf zu achten, wie anerkannt die Anbieter sind und ob es einen Nachweis (Zeugnis, Zertifikat, Teilnahmebescheinigung) gibt, der für den entsprechenden Zweck ausreicht. Wer sein Wissen beruflich nutzen will, kommt mit einem namenlosen PDF als Download nicht weit. Für einige Fähig- und Fertigkeiten sind sogar nur Schulungen zertifizierter Bildungsanbieter zugelassen.

Köln steht für Vielfalt, für Freude an der Andersartigkeit, für Toleranz und Neugier. Das schlägt sich auch im Bildungsangebot nieder. Lernen ist nicht nur für den Beruf wichtig, sondern hält geistig fit. Wissen bereichert und eröffnet neue Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Im Beruf genauso wie in der Freizeit.

Letztlich ist die Weltoffenheit der Kölner also keine Frage des Geburtsorts. Sondern eher ein Zeichen von Bildung.

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