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Corona-Virus: 921. bestätigter Fall in Köln

Stadt appelliert: Physische Kontakte zu älteren Menschen strikt meiden.

Corona

(Foto: iXimus / Pixabay)

Zur aktuellen Lage: Mit Stand, Dienstag, 24. März 2020, 16 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 921. bestätigten Corona-Virus-Fall. 35 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon elf auf der Intensivstation. 235 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.

Das Corona-Virus hat in Köln leider bereits drei Todesopfer gefordert. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Der Krisenstab der Stadt Köln hat in seiner heutigen Sitzung weitere Maßnahmen beschlossen, um diesen Personenkreis besonders zu schützen.

So hat die Stadt Köln eine Task-Force für vulnerable Gruppen eingerichtet. Wenn es innerhalb der vulnerablen Gruppe der älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen in zentralen Einrichtungen einen bestätigten Covid-19-Fall gibt, wird die Pflegeeinrichtung aufgesucht, beraten und unterstützt. Des Weiteren sind zwei Fahrzeuge im Einsatz, die auf Anforderung des Hausarztes ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen zu Hause aufsuchen und vor Ort Abstrich-Untersuchungen durchführen. Zwei weitere Fahrzeuge sind unterwegs, um erkrankte Personen, die zum vulnerablen Personenkreis gehören, zu Hause medizinisch zu versorgen.

Stadtdirektor Dr. Stephan Keller, Leiter des Krisenstabs, betont: „Wir konzentrieren uns auf alles, was dazu dient, die Gesundheitseinrichtungen in Köln vor Überforderung zu schützen. Bei unseren Schutzmaßnahmen richten wir ein besonderes Augenmerk auf diejenigen, die den Schutz am Nötigsten brauchen." Oberbürgermeisterin Henriette Reker ergänzt: „Das können die Stadt Köln und das Gesundheitssystem jedoch nicht alleine leisten. Ich wiederhole meinen Appell: Am wirksamsten schützen können wir ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, wenn wir auf physische Kontakte zu ihnen gänzlich verzichten."

Die Stadt Köln richtet derzeit ein Logistikzentrum ein, das für alle Einrichtungen in Köln die Beschaffung und bedarfsgerechte Verteilung von wichtigem Material wie beispielsweise Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung übernimmt.

Für die von der Stadt Köln angeordneten kontaktreduzierenden Maßnahmen gibt es eine hohe Akzeptanz. Die Kölnerinnen und Kölner halten sich bis auf sehr wenige Ausnahmen an die strikten Regelungen. Stadtdirektor Dr. Stephan Keller unterstreicht: „Die Fallzahlen sind für eine Millionenstadt äußerst moderat. Wenn Menschen nicht einsichtig sind, verhängt das Ordnungsamt konsequent ein Bußgeld. Bislang war das noch nicht nötig." Keller betont: „Es geht nicht darum, Bußgelder einzutreiben, sondern eine Ausbreitung des Virus zu verhindern." Der Bußgeldkatalog des Landes NRW sieht für Ordnungswidrigkeiten nach der Coronaschutzverordnung einen Bußgeldrahmen von 200 bis 25.000 Euro vor. Der Regelsatz für den Verstoß gegen das Kontaktverbot beträgt in der Regel 200 Euro pro Person. Personenansammlungen von über zehn Personen gelten als Straftat.

Ausschließlich für Angehörige kritischer Infrastrukturen hat die Stadt Köln heute ein weiteres Infektionsschutzzentrum in Betrieb genommen.

Für alle Kölnerinnen und Kölner gilt weiterhin: Kein physischer Kontakt zu anderen Menschen – ob im Freien oder in geschlossenen Räumen – ist der beste Schutz vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus und trägt dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen sowie eine Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen.

An alle Personen, die aus einem Gebiet mit erhöhtem Corona-Risiko – dazu gehören Ägypten, Italien, Iran, Provinz Hubei in China, die Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea, die Region Grand Est in Frankreich, Tirol, Madrid und USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York) – nach Köln kommen, appelliert das Gesundheitsamt, sich dringend für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Das Bürgertelefon der Stadt Köln beantwortet allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus unter der Servicerufnummer 0221/221-33500. Es ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 18 Uhr erreichbar.

Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere wichtige Informationsseiten.

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