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Ein Bonn, ein Wort – Beethoven

Ode an die 25-jährige Bundesstadt zum 250. Musiker-Geburtstag

Ode an die Freude oder hier vom Künstler Ottmar Hörl goldener Mini-Beethoven mitten auf dem Bonner Münsterplatz (Foto: Ariane Günther)

Bonn ist – im Gegensatz zur anderen „Kö“-mäßigen Großstadt – schon durch den Köln Bonner Flughafen namentlich mit der Domstadt liiert. Warum man wieder mal der Ex (im Sinne von Hauptstadt) am Rhein einen Besuch abstatten sollte, hat Köln-Magazin-Autorin Ariane Günther rausgefunden.

Ein Kurztrip per Straßenbahn ist eine Reise von Haustür zu Haustür wert. Im Gegensatz zu mehrfachem Um- und Aussteigen, gepaart mit mehrstündigen Anfahrtswegen, beginnt Bonn am Barbarossaplatz. Mitten in Köln lässt`s sich bequem in die Linie 16 Richtung Bad Godesberg einsteigen. Nach einer Dreiviertelstunde, praktisch „um die Ecke“, ist „BN“-Hauptbahnhof erreicht. Während sich „Kölle“ als Millionen-Metropole profiliert, trägt die 330.000 Einwohner mit über 30.000 Studenten zählende Vize-Bundeshauptstadt unaufgeregt ihre stolze Vergangenheit vor sich her.

Vor 25 Jahren Regierungsumzug

Vor 25 Jahren wurde der Beschluss über die Aufteilung der Bundesregierung zwischen Bonn und Berlin gefasst. Seitdem liegen 480 Kilometer Luftlinie zwischen Rhein und Spree. Tausende Beamten fliegen regelmäßig hin und her, wodurch sich die Frage stellt, ob der als „Übergangsphase“ deklarierte Zustand weiter Sinn macht. Allerdings haben immer noch sechs von 14 Ministerien ihren ersten Dienstsitz in Bonn: Bildung und Forschung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umwelt, Verteidigung und Entwicklung. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte im April 2019, dass die Bonner Regierung das Beste gewesen sei, was Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg habe passieren können. Bis Ende 2019 soll eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aufgesetzt werden, um den früheren Regierungssitz als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken. Darüber hinaus soll seine Position als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

Beethoven vor 250 Jahren geboren

Über Politik kann Bonn Weltbewegendes berichten und zum Beispiel im „Haus der Geschichte“ auf der „Museumsmeile“ umfangreiche  zeitgenössische Exponate ausstellen. Wer an „Bönnsch“ denkt, freut sich auf ein leckeres Frischgezapftes der Bonner Kölsch-Brauerei im markanten, windschiefen Glas. Gleichwohl steht die Hauptstadt adé auch immer für bedeutsame Kultur respektive Musik. Für alle Fans von Ludwig van Beethoven bildet Bonn das Mekka zum hörvergnüglichen Pilgern. Den berühmtesten Sohn der Stadt, dessen Geburtshaus in der Altstadt steht, ehrt auf dem Bonner Münsterplatz ein Denkmal. Zudem widmete der Künstler Markus Lüpertz  dem Musiker die Plastik „Ludwig“ und  Ottmar Hörl gestaltete aus aktuellem Anlass eine Armada aus lächelnden „Mini-Beethovens“. Zwischen Siebengebirge und Rheinaue werfen schon jetzt die Vorbereitungen zum 250. Jubiläum des Komponisten ihre Schatten voraus. 2020 wird im Beethoven-Jahr die „kulturelle Weltmarke“ mit allen städtischen und nationalen Ehren gebührend gefeiert. Sicherlich ein willkommener Anlass, in Liaison mit der Linie 16 aus Köln raus entlang des Rheins zu fahren, um Beethoven-Events oder andere City-Highlights in der schicken Bundesstadt live zu erleben.

Auf  www.bonn.de  und www.beethoven.de  gibt es – neben Sightseeing-Angeboten – Übersichten über die zahlreichen Veranstaltungen im Zusammenhang  mit den Feierlichkeiten des Komponisten-Jubiläums.

Noch mehr runde Geburtstage: Die Bonn Ex-(Hauptstadt)-kursion wurde unterstützt durch das Maritim Hotel Bonn, das vor 30 Jahren eröffnet wurde. Und zwar genau sechs Wochen nach der Wiedervereinigung zwischen West- und Ostdeutschland

Text und Foto: Ariane Günther

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