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Gefährliche Hunde in Köln

Im Landeshundegesetz NRW sind auch die Bedingungen für die Hundehaltung in Köln geregelt

Hund auf der Wiese

Für die Haltung eines „gefährlichen Hundes“ gelten in Köln besondere Auflagen (Foto: commitment_coaching/Pixabay)

Für viele Menschen sind Hunde die treuesten Begleiter. Auch in Köln gehören sie in jedem Stadtviertel zum festen Straßenbild. Aber nicht immer sind die Vierbeiner gerne gesehen, vor allem wenn es sich um vermeintlich gefährliche Tiere handelt. Das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass zur Haltung von American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier und Staffordshire Terrier sowie deren Kreuzungen eine ordnungsbehördliche Erlaubnis erforderlich ist. Da für diese Hunde eine wesentlich höhere Hundesteuer fällig wird, kommt es bei der Bestimmung des Rasseanteils bei Mischlingen immer wieder zu Diskussionen. Wenn ein Hund dem äußeren Erscheinungsbild nach zu den gefährlichen Hunden gehört, muss der Halter nachweisen, dass bei seinem Hund keine „Kreuzung“ vorliegt.

Hunderasse bestimmen

Neben den „gefährlichen Hunden“ (Kategorie 1) bezieht sich das Landeshundegesetz in NRW auf „Hunde bestimmter Rassen mit potenzieller Gefährdung“ (Kategorie 2) und „Hunde großer Rassen“ (Kategorie 3). Zu den großen Hunden gehören alle Hunde mit mindestens 20 Kilogramm Gewicht oder einer Widerristhöhe von 40 Zentimetern. Klarheit über die Rassen, die in einem Mischlingshund stecken, verschafft eine DNA-Analyse durch ein fachkundiges Laborteam. Der Test kann zu Hause gemacht werden. Der an der Wangenschleimhaut entnommene DNA-Abstrich wird an das Labor geschickt und das Ergebnis in einer speziellen App angezeigt. So lassen sich die Rassen bis zu den Urgroßeltern bestimmen. Der DNA-Test erkennt mehr als 350 Rassen. Außerdem gibt der Test auch gleich Hinweise auf Gesundheitsprobleme, die bestimmte Rassen bekommen können und ermöglicht eine effektive Vorsorge.

Strenge Auflagen für die Anschaffung

Die Stadt Köln hat ein Herz für Tiere. Seit vielen Jahren wird im WDR-Außenstudio Köln/Bocklemünd die beliebte Sendung Tiere suchen ein Zuhause aufgezeichnet. Neben zahlreichen Hunden, Katzen und Klein- und manchmal auch Nutztieren geht es dabei auch immer wieder um gefährliche Hunde und Listenhunde. Sie sitzen nach wie vor in den Tierheimen, obwohl in NRW die Zucht und der Handel gefährlicher Hunde ausdrücklich verboten sind. Die Vermittlung dieser Hunde ist nicht einfach, ist die Haltung doch mit einer Reihe von Auflagen verbunden. So muss der zukünftige Halter eines Listenhundes bereits vor der Anschaffung eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde einholen. Der Hund muss aus einem Tierheim kommen, er darf nicht privat verkauft werden. Insbesondere die Einfuhr aus Osteuropa ist strengstens verboten.

Voraussetzungen für die Haltung

Genehmigt wird die Haltung von Listenhunden nur, wenn der Halter einen Sachkundenachweis erbringt und seine Zuverlässigkeit durch ein einwandfreies Führungszeugnis belegt wird. Der Hund muss gechipt sein und ausbruchssicher untergebracht werden. Außerdem ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung Pflicht.

Grundsätzlich besteht für gefährliche Hunde eine Maulkorb- und Anleinpflicht. Es gibt aber die Möglichkeit einer Befreiung durch einen sogenannten „Wesenstest“. Werden die Auflagen nicht erfüllt, kann der Hund beschlagnahmt und in ein Tierheim gebracht werden.

Auch wenn in Nordhein-Westfalen American Staffordshire und Co. unter die „gefährlichen Hunde“ eingereiht werden, zählen zu den gefährlichen Hunden rein juristisch alle Hunde, die durch aggressives Verhalten aufgefallen sind. Kampf- und Listenhunde dagegen beziehen sich immer auf eine bestimmte Rasse. Welche Hunde auf diesen „Rasselisten“ landen, bestimmen die Bundesländer.

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