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Fotoausstellung HIV heute im Kölner Hauptbahnhof

Im Rahmen des Welt-Aids-Tages wird die Aidshilfe Köln eine einwöchige Aktionswoche starten.

Fotoausstellung im Rahmen des Welt-Aids-Tages im Hauptbahnhof Köln (Foto: Aidshilfe Köln e.V.)

Den Kickoff zur Aktionswoche macht die Fotoausstellung im Kölner Hauptbahnhof unter dem Titel HIV heute – Mitten im Leben. Die Ausstellung wird am 25.11.2019, um 17 Uhr, mit der Vernissage in der Markthalle des Hauptbahnhofes eröffnet. Sie besteht aus zwei Teilen: zum einen aus internationalen Präventions-Plakaten aus den zurückliegenden Jahrzehnten und zum anderen aus einer Fotoserie aus dem Jahr 2019 mit Fotos von 12 HIV-positiven Menschen und einem Statement zu ihrem Leben heute mit der Infektion.

Die HIV-Infektion gestern und heute

Die Ausstellung zeigt durch den Kontrast der Bildsprache, wie sich die Behandlung von HIV und Aids im Laufe der Zeit gewandelt hat. Auf der einen Seite steht die Darstellung aus den Anfangsjahren der Auseinandersetzung mit dem Thema HIV und Aids, als es noch keine Medikamente gab. Auf der anderen Seite sind Menschen zu sehen, die heute mitten im Leben stehen und dank des medizinischen Fortschrittes und der fortlaufenden Aufklärungs-Antidiskriminierungsarbeit zu HIV in Deutschland ein ganz normales Leben mit der Infektion führen. Unverändert müssen diese Menschen auch heute immer noch mit Stigmatisierung und Diskriminierung leben, werden deswegen auch nicht selten an den Rand der Gesellschaft gedrängt und leben isoliert. Einige Betroffene leiden allerdings heute noch unter den Folgeerkrankungen der alten Behandlungsmöglichkeiten, die oftmals mit mehr Nebenwirkungen verbunden waren. Bundesweit wissen geschätzt knapp 12.000 Menschen nichts von ihrer Infektion. Oftmals ist die Folge, dass diese Menschen sich zu spät testen lassen und eine Diagnose erhalten, wenn bereits erhebliche Begleiterkrankungen ausgebrochen sind.

Die Protagonist*innen sind so divers wie das Leben selbst. Es werden Menschen im Alter zwischen 25 und 73 Jahren abgebildet. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, die eigenen Vorstellungen einer HIV-Infektion zu überprüfen und die vielleicht bestehenden Gedanken dazu zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Dabei stehen die ausdrucksstarken, lebensbejahenden Motive der Protagonist*innen im Mittelpunkt. Verbunden mit Zitaten, die zeigen, dass ein offener Umgang mit der Infektion noch nicht immer alltäglich ist und mit negativen Erfahrungen verbunden sein kann.

Die Ausstellung wird in der Markthalle des Bahnhofs am 25.11.2019 eröffnet und so einem breiten Publikum die Möglichkeit bieten, die Bilder bis zum 1. Dezember 2019 eine Woche lang zu erleben. Mit 280.000 Reisenden pro Tag gehört der Kölner Hauptbahnhof zu den meist frequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Aufgrund der kurzen Verweildauer der Reisenden am Bahnhof liegt der Fokus auf der passenden Bildsprache. Die Motive enthalten möglichst wenig Text.

Um weitere Inhalte transportieren zu können oder sich die Motive auch später in Ruhe anschauen zu können, werden die Interviews mit den Protagonisten und Informationen zu Beratungsmöglichkeiten zum Thema sexuelle Gesundheit über eine QR Code Verlinkung abgebildet. Dort sind dann neben den Zitaten auch Beratungs- und Kontaktmöglichkeiten in englischer, französischer oder arabischer Sprache aufgeführt.

Aidshilfe sagt Danke

Die Aidshilfe Köln bedankt sich für die großartige Unterstützung bei Mein Einkaufsbahnhof, S Corpus Immobilienmakler GmbH, REWE Group, LA CONCEPT GmbH, Ströer und Cannamedical Pharma GmbH, ohne deren Hilfe die Ausstellung gar nicht möglich gewesen wäre. Ein herzlicher Dank an das Deutsche Hygiene-Museum Dresden für die Bereitstellung der Plakate und auch an alle Protagonist*innen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen, sich für die Ausstellung mit ihren Geschichten zur Verfügung zu stellen.

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