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Köln-Panorama im Museum für Ostasiatische Kunst

Malerei-Inventur fördert unerwartete Schätze zu Tage

Uchiyama Ukai (1907–1983), Köln am Rhein, Tusche auf Papier, Japan. (Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln: Marion Mennicken)

Das Museum für Ostasiatische Kunst zeigt seit dem 30. Juni 2020 im Rahmen seiner Neupräsentation der Ständigen Sammlung drei monumentale Hängerollen des japanischen Modernisten, Malers, Dichters und Kalligrafen Uchiyama Ukai (1907 bis 1983), die noch nie ausgestellt waren. Darunter ist eine Ansicht des Kölner Rheinufers mit Hohenzollernbrücke und Dom.

Uchiyama Ukai schenkte der Stadt Köln 1965 nach einer Ausstellung im Kunsthaus Lempertz drei Hängerollen im Querformat mit einer Breite von vier Metern. Die Kalligrafie zitiert ein Gedicht des japanischen Dichters und Malers Mitsuharu Kaneko (1895 bis 1975), der als systemkritische Figur galt. Die Ansicht von Köln am Rhein schuf Uchiyama in seinem Atelier in Tokyo. Offenbar hatte er vor Ort Skizzen gemacht.

Das Panorama lädt zu einer Zeitreise in die 1960er Jahre ein. Was ist japanisch an diesem Bild, was europäisch? Wie charakterisiert Uchiyama diese Stadt? Das Museum für Ostasiatische Kunst besitzt eine vielfältige Sammlung von rund 1.000 Werken der Malerei und Kalligrafie aus den Ländern Ostasiens. Häufig kommen im Depot unerwartete Schätze ans Licht, denn Teile der Sammlung sind wenig erschlossen. Anfang 2020 begann das Team eine Malerei-Inventur, die möglichst bald wieder fortgesetzt werden soll. Unter dem Titel „Kunst auf Lager – Faszinierende Entdeckungen im Depot“ zeigt das Museum einige der Schätze, die bereits geborgen wurden. 

Weitere Infos: https://museum-fuer-ostasiatische-kunst.de/

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