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Kölner Spielhallen im Visier der Ermittler

Spielhallen in Köln sind seit einigen Jahren im Visier der Behörden. Eine Razzia in Köln Ehrenfeld zeigt weiterhin Handlungsbedarf.

Automaten in einer Spielhalle

Nicht immer sauber: Automaten in einer Spielhalle (Foto: pixabay)

Das Glücksspiel am Automaten in der Kneipe an der Ecke oder im Spielcasino sollte Spaß und Spannung bieten. Die Wahrscheinlichkeit, hier über Nacht reich zu werden, ist zwar denkbar gering. Aber die Aussicht auf kleine und größere Gewinne sorgt für Nervenkitzel, und TÜV und Gewerbeaufsicht gewährleisten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Trotzdem werden Spielhallen ihren etwas zwielichtigen Ruf nicht los. Einerseits sind sie gelegentlich Ziel von Raubüberfällen – für Personal und Gäste kein angenehmes Erlebnis. Anderseits geraten Betreiber immer mal wieder ins Visier der Ermittler: wegen des Verdachts auf Manipulation. Nicht zuletzt deshalb haben Online-Portale zunehmend an Attraktivität gewonnen. Hier kann nicht nur um Punkte, sondern um Echtgeld gespielt werden – unter transparenten und fairen Bedingungen. Hintergrundinformationen und einen Überblick über seriöse Anbieter, wo man Online Slots mit Echtgeld spielen kann, bietet zum Beispiel dieses Portal.

Kölner Ermittler gaben Anstoß zu deutschlandweiter Ermittlung

Spielhallen in Köln sind bereits seit einigen Jahren im Visier der Ermittler. Ausgangspunkt war eine Serie von Razzien durch Polizei und Steuerfahndung im April 2017. Dabei wurden in Köln und im Rhein-Erft-Kreis mehr als 30 Spielhallen durchsucht. Doch die Ermittler waren hier nicht einer Variante des Kölschen Klüngels auf der Spur. Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen wurden die Beamten tätig. Während dieser Razzien wurden insgesamt 74 richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in Spielhallen, Gaststätten und Wohnungen vollstreckt und 21 Personen überprüft. Einen 41-jährigen Hauptverdächtigen nahm die Polizei in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: elektronische Manipulation von Geldspielautomaten in Gaststätten und Spielhallen in über 100 Fällen sowie die gewerbsmäßige Fälschung technischer Aufzeichnungen.

So wurden die Automaten manipuliert

Bei der Manipulation der Automaten ging man sehr geschickt vor. Anstatt in die Software einzugreifen, baute man zusätzliche Hardware ein. Diese Chips waren so konzipiert, dass sie die Gewinnchancen für die Spieler verringerten. Spieler, die an den manipulierten Automaten spielten, hatten also deutlich weniger Aussicht auf einen Gewinn als bei dem identisch aussehenden echten Automaten. Außerdem konnte der illegale Mehrgewinn mit einem Trick ausgeworfen werden.

Die Spieler hatten dadurch gleich in zweierlei Hinsicht das Nachsehen. Sie wurden um vorgeschriebene Gewinnausschüttungen betrogen. Und sie spielten an einem vermeintlich vertrauten Gerät mit nicht erkennbaren Nachteilen gegenüber baugleichen Automaten.

Andere Vorkommnisse deuten auf Revierkämpfe hin

Ruhe ist nach dieser groß angelegten Razzia in die Kölner Spielhallen-Szene nicht einkehrt. Anfang 2019 kam es zu mehreren Schüssen auf eine Spielhalle in Köln Buchheim. Im Verdacht, die Schüsse abgegeben zu haben, stehen drei Mitglieder einer Rockergang. Zum Glück wurde hier nur die Fassade der Spielhalle beschädigt und niemand verletzt. Bekannt ist, dass die Spielhallen-Szene mehrheitlich von Familienclans dominiert wird. Es wird vermutet, dass Revierstreitigkeiten Auslöser des Vorfalls waren.

Eine weitere Razzia Ende Juli 2019 in Köln Ehrenfeld zeigt, dass in weiteren Kölner Veedeln Handlungsbedarf besteht. In drei Shishabars wurden nicht nur Verstöße gegen das Gaststättenrecht und das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt, sondern auch ein Spielautomat beschlagnahmt. Auch wenn TÜV und Behörden ein waches Auge auf Spielhallen und Geräte werfen: Einen 100-prozentigen Schutz vor manipulierten Automaten kann dadurch nicht gewährleistet werden.

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