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Mehr digitalen Journalismus für Köln

Ein neuer Ratgeber gibt Journalisten, Bürger-Journalisten und Bloggern handfeste Praxis-Tipps für die digitale Perspektive

Digitaler Journalismus in Köln

(Foto: Archiv Hayit Medien)

Öffentlichkeit und Meinung in Köln: Das bedeutet nur sehr begrenzt auch Vielfalt. Gehören doch die Medien in Köln einigen wenigen, sehr wohlhabenden Unternehmer-Familien. Allen voran die Familien Neven Dumont und Dumont Schütte (Kölner Stadtanzeiger, Mehrheit an Kölnische Rundschau, Express, Kölner Illustrierte, mehrere Anzeigenblätter, 75% an Radio Köln, Bundesanzeiger Verlag, DuMont Buchverlag und viele Beteiligungen mehr).

Oder beispielsweise die Familie Heinen (Redaktion der Kölnischen Rundschau) oder die Familie Bachem (Verlag der katholischen Kirchenzeitung, Bachem Buchverlag).

Und andere große Player sind in Köln aktiv, wie der Springer Verlag mit Bild Köln oder die Bertelsmann-Gruppe mit RTL. Der öffentlich-rechtliche WDR ist mit seinem lokalen Rundfunk- und Fernsehprogramm ein gewichtiger, aber auch nicht immer unabhängiger Gegenpol zu den privatwirtschaftlich organisierten Kölner Medienunternehmen.

Insgesamt ist der Medienmarkt in Köln ein Oligopol, ein Meinungs-Markt, der unter wenigen aufgeteilt ist.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Unabhängige Verlage wie das Stadtmagazin Stadtrevue haben es geschafft, sich mehrere Jahrzehnte am Markt zu halten und gewährleisten somit ein Forum für eine etwas andere Öffentlichkeit.

Dass die Medienkonstellation in Köln nicht festgefahren bleiben muss, hängt mit den neuen Möglichkeiten des digitalen Publishing zusammen. Die Print-Auflagen der großen Medien-Unternehmen werden nicht nur in Köln Jahr für Jahr weniger. Ein Ende der Macht der gedruckten Medien aus alter Zeit ist in Sicht.

Kleine Internet-Magazine (wie auch dieses Koeln-Magazin.info), Blogger oder digitale Stadteilmagazine und Stadteil-Blogs wie beispielsweise EhrenVeedel versorgen schon jetzt ihre Leserinnen und Leser (User) mit Informationen und Unterhaltung. Doch man könnte in Köln noch viel mehr Vielfalt gut gebrauchen.

Viele Journalistinnen und Journalisten wissen allerdings nicht wie sie es anpacken sollen. Ein neuer Ratgeber kann hier weiterhelfen.:

Bernd Oswald: Digitaler Journalismus. Ein Handbuch für Recherche, Produktion und Vermarktung
224 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-03876-516-5, 20 Euro, Midas Verlag, Zürich

Dieses Handbuch wendet sich vor allem an Journalisten, aber auch an alle Anwender, die ihre digitale Kompetenz ausbauen wollen: Berufsanfänger genauso wie erfahrene Journalisten, die bislang vor allem für die klassischen Medien Zeitung, Zeitschrift, Radio oder Fernsehen arbeiten. Darüber hinaus können auch Bürgerjournalisten, Online-Redakteure und Blogger großen Nutzen aus diesem praxisorientierten Buch ziehen.

„Digitaler Journalismus“ beleuchtet den journalistischen Arbeitsprozess komplett aus digitaler Perspektive und gibt praktische Antworten auf Fragen wie: Wie finde ich im Netz Themen? Wie überprüfe ich Online-Quellen auf Richtigkeit? Wie erhöhe ich im Netz die Reichweite für meine Beiträge? Wie baue ich eine Community auf?

Ein wertvoller Ratgeber, der vielleicht hilft, dass sich in Köln noch viel mehr JournalistInnen trauen, eine unabhängige digitale Präzenz aufzubauen. Und damit mehr Meinungsvielfalt in Köln schaffen.

Digitaler Journalismus

Das Buch kann bei amazon bestellt werden: ...hier

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