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Street Art in Köln

Ist das Kunst?

Kölner Street-Art-Künstler seiLeise alias Tim Ossege

Lindner-Marketingdirektor Florian Engel (l.) mit dem Kölner Street-Art-Künstler seiLeise alias Tim Ossege bei der Vernissage (Foto: Ariane Günther)

Für die einen ist es Leidenschaft, für andere gehört es einfach zum Bild einer zeitgeistigen Stadt dazu. Manche finden es einfach nur hässlich oder bezeichnen es sogar als Sachbeschädigung: Street Art und Graffiti sorgen immer wieder für Diskussionen und schwanken zwischen Kunstgattung und Illegalität. Claudia Neumann von Köln Tourismus berichtet bei einer Vernissage in einem Kölner Hotel von der Bedeutung für modernen Charme und Tourismus. Ihrer Meinung nach ist Urban Art, das heißt Kunst im öffentlichen Raum, Ausdruck einer Auseinandersetzung der Menschen mit ihrem Lebensraum.

Zwischen urbanem Charme und Illegalität
Neumann weist auf die lebendige Kunstszene hin, die etwa durch das seit 2011 stattfindende „CityLeaks-Festival“ vom Verein art.rmx die Domstadt zur internationalen Bühne macht. Zusammen mit art.rmx. e.V. hat Köln Tourismus für Gäste und Besucher der City als auch für Bewohner eine „Urban Art Map“ als Navigationshilfe durch die verschiedenen Viertel herausgegeben. Manchmal, so Neumann, sei man selbst als Kölner überrascht, was einem an der nächsten Ecke begegnet respektive was man an einer Wand oder Mauer entdecken könne. Im Gegensatz dazu vertritt Karsten Fokuhl von der „Kölner Anti Spray Aktion“ (KASA) die Wünsche von Eigentümern, die illegales Graffiti von ihren Gebäuden entfernen möchten.

Kunstgattung oder Straftat
Die KASA hat als Ziel, durch wirksame Aufklärung zur Verhinderung von Straftaten beizutragen. Viele Sprayer – männlich wie weiblich – würden sich, macht Fokuhl die Position seiner Initiative deutlich, großen Gefahren aussetzen, wenn beispielsweise Stadtbahnen, DB-Züge oder Haltestellen als Flächen „zum Malen“ benutzt werden. Jüngst in der Vergangenheit hat es Fälle in der Hauptstadt Berlin gegeben, als Sprayer durch eine heranrollende S-Bahn ums Leben kamen. In Köln werden auch aus Präventationsgründen aktuell die Gestaltungsprojekte Geldernstraße/Parkgürtel sowie „Veedelstars“ am rechtsrheinischen Kalkberg unterstützt. Die neue Street Art Ausstellung auf der 4. Etage des Lindner City Plaza Hotel in Köln ist bis zum 22. Februar 2020 kostenfrei zu sehen.

Text/Foto: Ariane Günther

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