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02.11.18

Süße Jubiläumsgala: Das Kölner Schokoladenmuseum

Ein Museum rund um die Schokolade und die Schokoladen-Produktion feierte seinen 25. Geburtstag

Die süßeste Party des Jahres, v.r.n.l.: Elfi Scho-Antwerpes (1. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters der Stadt Köln), Annette Imhoff (Geschäftsführerin des Schokoladenmuseums in Köln), Armin Laschet (Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen), Klaus Kinkel (ehemaliger Bundesminister des Äußeren) und Moderator Nikolaus Kleine

von links: Armin Laschet, Elfi Scho-Antwerpes und Gastgeberin Annette Imhoff


Die Idee von Hans Imhoff, in Köln ein Schokoladenmuseum zu bauen, galt als ganz schön verrückt. Und war mit hohen Risiken verbunden. „Aber mein Vater war ein Dickkopf“, so seine Tochter, Annette Imhoff und jetzige Museumsleiterin, „und er setzte das dann mit viel Engagement um.“ So kann im Jahr 2018 das Kölner Schokoladenmuseum auf aufregende, aber auch erfolgreiche 25 Jahre zurückschauen. Grund genug, dieses Jubiläum mit einer Gala zu feiern. „Die süßeste Party des Jahres", so die Schlagzeile der Presseerklärung, sollte es werden.

Mit 550 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik war die Jubiläumsfeier gut besucht. Das freute auch Museumsleiterin Annette Imhoff: „Ich bin unglaublich stolz und dankbar, dass ich heute hier stehen darf, um Sie im Namen der gesamten Familie Imhoff an diesem wunderbar festlich geschmückten Ort zu begrüßen.“ Dichtgedrängt im Foyer und Restaurant des Schokoladenmuseum erlebte man auf der Bühne eine wohlgelaunte und fröhliche Museumsleiterin, die mit einem kurzen Film-Rückblick den Abend eröffnete. Kurzweilig moderiert von Nikolaus Kleine, gab es ebenso kurzweilige Grußworte aus der Landes- und Kommunalpolitik.

Gut und prominent besucht: Die Geburtstagsgala im Schokoladenmuseum


NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meinte, dass seine Heimatstadt Aachen zwar mehr mit Süßigkeiten zu tun hätte als Köln. Es rieche dort in der Innenstadt immer noch nach Schokolade, wenn die dortigen Fabriken produzieren. Aber ein Schokoladenmuseum habe man nur in Köln. Und das sei etwas Besonderes, auch weil es das Museum mit den meisten Besuchern in Nordrhein-Westfalen sei.

Als Schokoladen-Fan outete sich Elfi Scho-Antwerpes. Sie kam in Vertretung von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die auf Reise in China war. Mit mehr als einer halben Millionen Besuchern jährlich sei das Schokoladenmuseum, so Kölns erste Bürgermeisterin, nach dem Kölner Dom die zweitwichtigste Besucherattraktion. Und ihr ist kulturelles Engagement, wie es beispielsweise Museen leisten, sehr wichtig. Hans Imhoff hatte das Museum auf eigene Rechnung und ohne öffentliche Gelder gebaut.

Ehrengast war auch der ehemalige Bundesminister des Äußeren, Klaus Kinkel. Der agile 81-Jährige kannte den Schokoladen-Fabrikanten und Museumsgründer Klaus Imhoff persönlich und war von ihm recht begeistert: „Schwätzer haben wir genug in unserer Gesellschaft – Hans Imhoff war ein Macher. Aber dabei war er sympathisch, er konnte ja mit Menschen umgehen. Das war, glaube ich, eine seiner großen Stärken.“

Als Hans Imhoff sein Schokoladen-Imperium (Firma Stollwerck) im Jahr 2002 verkaufte, ging das Schokoladenmuseum in den Besitz der Familie Imhoff über. Nach dem Ableben von Hans Imhoff führte seine Frau Gerburg Klara Imhoff das Museum bis zum Jahr 2015 weiter. Im Januar 2016 übernahm Annette Imhoff die Leitung des Museums zusammen mit ihrem Mann, dem gebürtigen Münsteraner Christian Unterberg-Imhoff.

Die Gäste freuten sich nach dem offiziellen Teil der Gala über allerlei kulinarische Kleinigkeiten. Und zum Nachtisch gab es köstliche Süßigkeiten. Und was gab es als Abschiedsgeschenk? Natürlich eine Tragetasche voll mit feiner Schokolade.

Text und Fotos: Ertay Hayit

Fröhliche Gastgeber: Christian Unterberg-Imhoff und Annette Imhoff


Info:
Das Schokoladenmuseum in Köln ist täglich von montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 19 Uhr geöffnet. (Ausnahme: Vom 8. Januar 2018 bis zum Beginn der Osterferien in Nordrhein-Westfalen und im November ist das Museum montags geschlossen.) Die Eintrittspreise für Schüler betragen 7,50 Euro, Erwachsene zahlen 11,50 Euro, Auszubildende und Studenten 9,00 Euro, Senioren 10,00 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Für Familien sowie Gruppen ab 15 Personen gelten ermäßigte Preise. Das Museum, das Café und der Shop sind barrierefrei. Die Dauerausstellung des Museums umfasst eine Ausstellungsfläche von rund 4.000 Quadratmetern – mehr als die Hälfte eines Fußballfeldes. Ausgestellt sind etwa 5000 Objekte – die umfangreichste Darstellung der Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade. In der museumseigenen Produktion werden zudem täglich rund 400 Kilogramm Schokolade produziert.


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