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Was Sie schon immer über Kölsch wissen wollten

Der direkte Weg ins kölsche Universum. Neues Buch „Kölsch. Portrait einer Sprache" bei Greven.

Autor Georg Cornelissen (Mitte) stellt mit Wolfgang Oelser (links), der das Geleitwort schrieb, und dem Verlagsleiter vom Greven Verlag, Damian van Melis sein neues Buch vor

Autor Georg Cornelissen (Mitte) stellt mit Wolfgang Oelser (links), der das Geleitwort schrieb, und dem Verlagsleiter vom Greven Verlag, Damian van Melis (rechts), sein neues Buch vor (Foto: Ertay Hayit)

„Kölsch. Porträt einer Sprache“ lautet der Titel des Buches, das der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zusammen mit dem Greven Verlag in Köln herausgebracht hat. Die Neuerscheinung stellt mit ihren 184 Seiten einen direkten Weg ins Universum der kölschen Sprache dar. Es widmet sich dem Alltagskölsch ebenso wie dem Kölsch im Karneval und als musikalisches Ereignis, es beleuchtet Gegenwart und Vergangenheit der Sprache, es thematisiert sprachliche Unterschiede in den Stadtteilen, es stellt das Verhältnis von Urbs und Orbis dar (Kölsch in Köln und in der Welt) und zeigt, warum Kölsch heute sowohl Markenzeichen als auch Heimat ist, kurz: woraus sich das kölsche Universum zusammensetzt.

Ganz aktuell wird das Buch beim diesjährigen Sessionsmotto. Es liest sich wie eine Begründung oder Unterfütterung des Mottos „Uns Sproch es Heimat“. Wer Kölsch liebt und es zu genießen weiß, kommt auf jeder Seite dieses Buches auf seine Kosten: Wissen macht Spaß.  

Die LVR-Neuerscheinung ist nicht die erste Publikation zur kölschen Sprache, wartet aber mit einigen Besonderheiten auf. Sie enthält zahlreiche Karten für die sprachlichen Varianten innerhalb Kölns sowie Karten, die den Vorbildstatus des Kölschen für das Rheinland darstellen. Der Autor schreibt über Konrad Adenauer und Wolfgang Niedecken – mit Blick auf deren Sprache und ihre Wirkung nach außen. Er wagt auch eine begründete Schätzung, wie viele Menschen denn nun tatsächlich Kölsch sprechen. „Wortgeschichten“ beschließen jedes einzelne Kapitel. Sie reichen von der „Pooz“, einem lateinischen Lehnwort, über das „Kwartier Latäng“ bis zur „After-Zoch-Party“. Eine der Abbildungen zeigt den ältesten Kölner Schriftbeleg für das Wort „Fisematenten“. Dabei kommt das Buch, wie Wolfgang Oelsner in seinem Geleitwort schreibt, „so fundiert wie unaufgeregt einher, dass man es sachlich-nüchtern nennen möchte, wenn es nicht so unterhaltsam geschrieben wäre“. Zahlreiche Abbildungen illustrieren den Text.  

Verfasser ist mit Georg Cornelissen ein ausgewiesener Kenner des Rheinischen und Bestsellerautor: Als Sprachwissenschaftler im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte gehört er seit etlichen Jahren dem Beirat der Akademie för uns kölsche Sproch an und hat mit dem Buch „Rheinisches Deutsch“ zur Popularisierung der Sprachwissenschaft beigetragen. Für das neue Buch „Kölsch“ hat er erneut eigene Erhebungen in Köln durchgeführt.


Kölsch Sprach

Die Angaben zum Buch:
KÖLSCH. Porträt einer Sprache
Georg Cornelissen
184 Seiten | 13 × 21 cm
28 farbige Sprachkarten und Abbildungen
Klappenbroschur
11 Euro

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