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14.03.18

Wie teuer ist Köln?

Die Domstadt rangiert bei den Lebenshaltungskosten im Städtevergleich nur im Mittelfeld

Teures Köln? Was die Lebenshaltungskosten betrifft liegt die Domstadt im Städtevergleich nur im Mittelfeld (Foto: Hayit Medien)

Wie teuer ist eigentlich Köln? Viele Menschen mögen zwar den Eindruck haben, dass das Leben hier besonders teuer sei, aber die Domstadt rangiert im Städtevergleich derzeit nur im Mittelfeld, was die Lebenshaltungskosten anbelangt. Im Folgenden soll geklärt werden, wie sich die Lebenshaltungskosten eigentlich zusammensetzen, wie sich diese Kosten in den letzten Jahren entwickelt haben und wie Köln im Vergleich zu anderen Großstädten Deutschlands dasteht.

Was zählt zu den Lebenshaltungskosten?

Die Lebenshaltungskosten umfassen alle Aufwendungen, die innerhalb eines Haushaltes nötig sind, um den Alltag finanzieren zu können. Dazu zählen beispielsweise Kosten für die Wohnung, Verpflegung, Bekleidung, Energie, Körperpflege, Unterhaltung, für Sport und Reisen. Der größte Teil der monatlichen Ausgaben (28,5 %) ist für Lebensmittel vorgesehen. Gut ein Viertel des Einkommens muss für die Miete aufgewendet werden. Danach folgen die Kosten für Verkehrsmittel und Restaurantbesuche.

Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten werden regelmäßig vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Dazu kommt der sogenannte Warenkorb zum Einsatz, der die Konsumgewohnheiten eines durchschnittlichen Vierpersonenhaushalts abbildet. Auf Basis solcher Erhebungen werden auch Lebenshaltungskosten für verschiedene Städte und Regionen ermittelt, die sich anschließend miteinander vergleichen lassen.

Lebenshaltungskosten im Städtevergleich

Vergleicht man die Lebenshaltungskosten der zehn größten Städte Deutschlands, belegt Köln dabei Platz 5. Im Schnitt liegen die monatlichen Konsumausgaben hier bei 1,842 Euro. Zum Vergleich: In München, der wie zu erwarten teuersten Stadt Deutschlands, müssen pro Monat 2,045 Euro aufgewendet werden. Deutlich günstiger ist das Leben in Leipzig, das bei diesem Vergleich Platz 10 belegt. Hier braucht es pro Monat nur 1,387 Euro, um über die Runden zu kommen.

In einer Sache belegt Köln jedoch den Spitzenplatz: Die Kosten für eine Monatskarte des öffentlichen Personennahverkehrs liegen hier mit 90 Euro am höchsten. Bei den Innenstadt-Mieten findet sich Köln mit einem Quadratmeterpreis von 11,18 Euro wieder im Mittelfeld. Teuerste Stadt Deutschlands ist in diesem Vergleich München mit 17,43 Euro. Am günstigsten ist Wohnraum in Leipzig, wo gerade einmal 6,82 Euro pro Quadratmeter aufgewendet werden müssen.

Entwicklung des Kölner Wohnungsmarktes

Der aktuelle Trend in der Immobilienbranche war und ist auch in Köln deutlich zu spüren. Das gilt nicht nur für Top-Lagen wie die Südstadt, sondern für das gesamte Stadtgebiet. Bei den Mieten ist der Quadratmeterpreis in den letzten fünf Jahren um 10 Prozent angestiegen und liegt aktuell bei 9 Euro.

Bei der Entwicklung der Kaufpreise zeigt sich nach wie vor ein leichter Trend nach oben. Im April 2017 kostete der Quadratmeter bei Wohnungen bis 40 m² noch 3,260 Euro, im Februar 2018 waren es 3,717 Euro. Lediglich bei Wohnungen zwischen 80 und 120 m² scheint der Quadratmeterpreis seit einigen Monaten zu stagnieren, was auf die geringere Nachfrage zurückzuführen ist.

Wie sich die Lebenshaltungskosten entwickelt haben

Gefühlt wird nahezu alles ständig teurer. Damit es jedoch nicht bei der bloßen Behauptung bleibt, soll diese mit ein paar Zahlen der letzten Jahre untermauert werden. Hierzu kann der Verbraucherpreisindex herangezogen werden, in dem die Preisentwicklung des Warenkorbs anhand eines Punktesystems verdeutlicht wird. Im Jahr 2010 lag der Stand bei genau 100 Punkten, im Jahr 2017 schon bei 109,3 und im Jahr 2007 bei 96,1 Punkten. Demzufolge haben sich die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in Deutschland innerhalb der letzten zehn Jahre um mehr als 10 Prozent erhöht.

Als Beispiel sollen die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren herangezogen werden. Im Jahr 2011 wurde dafür pro Monat 312 Euro ausgegeben, was einem Anteil von 13,9 Prozent entspricht. Fünf Jahre später lagen die Ausgaben bei 342 Euro, wobei der Anteil mit 13,8 Prozent nahezu unverändert blieb.

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