Hard Rock Café

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Hard Rock Café

Burger nur für Fleisch-Esser? Zwei Test-Esserinnen probieren es aus

„Downtown anywhere in the USA you can find yourself a Hard Rock Café.“ Bereits 1977, nur sechs Jahre nachdem die erste Filiale in London öffnete, besang die amerikanische Sängerin Carol King die Restaurant-Kette. Seitdem genießen die Cafés Kultstatus. Bis heute pilgern Menschen auf der ganzen Welt von einem Hard Rock Café zum nächsten. Dabei liegt nicht immer das Essen im Fokus. Vielmehr die Atmosphäre.

In jedem Café finden sich zahlreiche Ausstellungsstücke bekannter Musiker wie signierte Instrumente, Bühnenoutfits und seltene Fotos. Das ein oder andere heißbegehrte T-Shirt wird dabei ebenfalls gern abgestaubt. Heute gibt es 184 Filialen in über 70 Ländern – eine davon befindet sich im Herzen von Köln, ganz in der Nähe des Heumarkts.

Hard Rock Café goes Veggie

Bekannt ist das Hard Rock Café auch für seine Burger. Bislang eher ein Genuss für Fleischesser. Das soll sich jetzt ändern. Die Restaurant-Kette hat einen neuen Burger in die Speisekarte aufgenommen und folgt damit dem Food-Trend der fleischlosen Kost. Das pflanzenbasierte Patty des Burgers soll durch Rote Bete-Saft sogar blutig aussehen. Grund genug, zwei neue Burger der Speisekarte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Werden Vegetarier und Fleischesser glücklich?

„After a hard day's work I guarantee, there just isn't anywhere better to be.“ Wir haben einen langen Arbeitstag hinter uns, sind hungrig und vertrauen den Worten von Carol King. Hunger voraus. Los geht das kulinarische Abenteuer.

Auswahl  Wir vergeben 3 von 5 Punkten
Von Burgern, Sandwiches und Salaten bis Steak und Spareribs – die Auswahl in der Restaurant-Kette ist üppig und jeder findet sicher das passende Gericht für sich, sofern er oder sie sich an einer amerikanisch geprägten Küche erfreuen kann. Allerdings: Ein Schlemmerparadies für Vegetarier ist es nicht. Dafür entfällt die Qual der Wahl.

Originalität Wir vergeben 3 von 5 Punkten
Es gibt durchaus das ein oder andere leckere vegetarische Gericht auf der Karte – einschließlich veganer Optionen. Neben dem neuen vegetarischen Moving Mountains Burger kann man sich fleischlos vor allem an den sogenannten Starters & Shareables oder Sides wie dem Golden Onion Ring Tower, einer frischen Gemüsebeilage, Pommes in verschiedenen Variationen oder einem Salat sattessen.

Wir nehmen den „The Original Legendary Burger“, den „Moving Mountains Burger“, zwei Portionen „Cheese Fries“mit und ohne Bacon – sowie den „Onion Ring Tower“.

Kosten Wir vergeben 2 von 5 Punkten
Sagen wir mal so: Preisgünstig ist es im Hard Rock Café nicht. Mit einem Burger, Pommes als Beilage und einem Getränk liegt man schon bei knapp über 20 Euro. Der Burger ist mit einem Preis von 16,15 Euro (Stand August 2019) schon im oberen Preissegment. Kann man in Köln auch günstiger haben. Allerdings ist man nach dem Essen auch mehr als pappsatt. An einen Nachtisch war nach dem Essen wirklich nicht mehr zu denken.

Qualität Wir vergeben 4 von 5 Punkten
Moving Mountains Burger: Es war mein erster vegetarischer Burger der neuen Generation und ich muss schon sagen: krass! Nach über zehn Jahren fleischlosem Dasein schmeckt der Burger für mich zu 100 Prozent nach Fleisch. Ich hatte schon gehört, dass manche Vegetarier den Geschmack der neuen fleischlosen Patties als so echt empfinden, dass ihnen das Essen schwer fällt. Ich kann es nachvollziehen. Nicht nur optisch erinnert das pflanzenbasierte Burger-Patty an Rindfleisch, sondern auch durch seine Konsistenz. Durch den Rote Bete-Saft war die Illusion teilweise viel zu nah an der Realität. Obwohl ich mich beim nächsten Mal wahrscheinlich wieder für ein Gemüse-Patty entscheiden werde, gibt es an dem Burger nichts auszusetzen. Es leckere Sauce, frisches Gemüse und ein unglaublich leckerer Onion-Ring. Die Cheese Fries waren einfach köstlich.

The Original Legendary Burger: Als er vor mir steht, ist mein erster Gedanke: So muss der „Burger-Himmel“ aussehen. Und ich habe eine grobe Ahnung, warum er der Lieblingsburger der Gäste ist. Er ist nun auch mein Favorit. Der Burger besteht aus einem 227 Gramm Patty aus Angus Beef, geräuchertem Speck, Cheddar Käse, Blattsalat und Tomaten sowie einem knusprigen Zwiebelring. Wahnsinn! Einfach burgertastisch. Die Portion Cheese Fries mit Bacon waren klasse, nur in der Kombination mit dem Burger etwas viel Bacon für eine Mahlzeit.

Onion Ring Tower:Diesen Traumturm aus panierten Zwiebelringen können wir empfehlen. Geschmacklich die besten Onion Rings, die wir bisher gegessen haben. Der Turm sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern ist einfach lecker – mit und ohne Soße zum Dippen.  

Fleisch- und Pflanzenfresser-Fazit

Als wir das Hard Rock Café verlassen haben – eher rollend als gehend und um einige Euro ärmer – sind die Deko der Wände und die Songs des Abends unser Thema. Generell haben wir uns viel über Musik ausgetauscht, denn die ist Teil des Hard Rock Café-Konzeptes. Für Musikliebhaber ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. Dazu gibt es eine einfache amerikanische Küche, die aber geschmacklich sehr gut umgesetzt wird.

Und abschließend: Werden Vegetarier und Fleischesser im Hard Rock Café glücklich? Definitiv Ja. 

Text und Fotos: Louise Fiedel und Cindy Saleschke

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